Graffiti-Serie erschüttert Thüringer Bahnhöfe – Bundespolizei sucht Täter
Ben HofmannGraffiti-Serie erschüttert Thüringer Bahnhöfe – Bundespolizei sucht Täter
Bundespolizei ermittelt nach Graffiti-Angriffen auf Bahnhöfe und Infrastruktur in Thüringen
Die Bundespolizei in Thüringen untersucht eine Serie von Graffiti-Attacken auf Bahnhöfe und Eisenbahninfrastruktur. Wie am Montag bekannt wurde, waren mehrere Standorte in der Region betroffen. Unterdessen begeht die Bundespolizei in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen.
In Artern wurde ein Fahrkartenautomat mit schwarzer und pinkfarbener Sprühfarbe besprüht. Am Bahnhof Triptis brachten Vandalen beleidigende Parolen über einen örtlichen Sportverein in einem Fußgängertunnel an. Am Bahnhof Hermsdorf-Klosterlausnitz prangten rot gesprühte, gesellschaftskritische Botschaften, während im Personenunterführung des Bahnhofs Weida rätselhafte Tags auftauchten.
Die Bundespolizei stuft Graffiti an Zügen und Bahnhöfen als Straftat ein. Beamte werten derzeit Beweismaterial aus, bisher konnten jedoch keine Tatverdächtigen ermittelt werden. Der Gesamtschaden der vier Vorfälle wird auf zwischen 1.000 und 5.000 Euro geschätzt.
Obwohl Einzelfälle wie diese dokumentiert werden, gibt es keine bundesweite Statistik zu Graffiti-Delikten für das Jahr 2023. Anfang dieses Jahres waren in Berlin sechs Personen festgenommen worden, nachdem sie S-Bahn-Züge mit Tags besprüht hatten – umfassendere Zahlen liegen jedoch nicht vor.
Zudem jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal die Erfindung der Sprühdose, ein Werkzeug, das heute oft mit Vandalismusfällen wie diesen in Verbindung gebracht wird.
An allen betroffenen Standorten sind Reparaturarbeiten notwendig, deren Kosten die Verkehrsbetriebe tragen müssen. Die Bundespolizei überwacht und ermittelt weiterhin in Graffiti-Fällen im Rahmen ihrer allgemeinen Aufgaben zur Bahnhofs- und Eisenbahnsicherheit. Zeugen werden aufgefordert, sich mit Hinweisen zu melden.






