Freiburger Bauunternehmer steht wegen Sozialbetrugs und Corona-Hilfsmissbrauchs vor Gericht
Philipp ZimmermannFreiburger Bauunternehmer steht wegen Sozialbetrugs und Corona-Hilfsmissbrauchs vor Gericht
Am 30. März 2026 muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen des Verdachts auf Sozialbetrug und Subventionsbetrug verantworten. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr und wird von einem Schöffengericht geführt. Dem Angeklagten werden Lohnvorenthaltung sowie falsche Angaben zur Beantragung von Corona-Hilfsgeldern vorgeworfen.
Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum zwischen März 2020 und November 2021. Der Mann soll Mitarbeiterlöhne einbehalten und diese nicht bei den Sozialversicherungsträgern angemeldet haben. Den Ermittlungen zufolge entgingen dadurch Beiträge in Höhe von etwa 188.000 Euro.
Bereits 2016 waren bei seinem Freiburger Bauunternehmen 21 nicht angemeldete bulgarische Arbeiter aufgefallen, die angeblich im Trockenbau eingesetzt wurden, ohne bei den Sozialversicherungen gemeldet zu sein. Zudem wird dem Angeklagten vorgeworfen, durch falsche Angaben rund 60.000 Euro an Pandemie-Soforthilfen erschlichen zu haben.
Im Prozess wird es um die Aufklärung der mutmaßlichen Lohnmanipulationen und betrügerischen Subventionsanträge gehen. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten Strafen wegen vorenthaltenen Sozialabgaben und des Missbrauchs von Corona-Hilfsgeldern. Das Gericht wird im Rahmen der Verhandlung Beweise für nicht angemeldete Beschäftigte und undeklarierte Einnahmen prüfen.






