21 March 2026, 18:18

FDP fordert Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem vor MV-Wahl 2025

Alte Karte von San Francisco, Kalifornien, die das Rawlins-Schulbezirk mit gedrucktem Text zur Layout-Darstellung hervorhebt.

FDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP fordert Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem vor MV-Wahl 2025

Die FDP in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der Landtagswahl am 20. September ihr bildungspolitisches Programm vorgestellt. Die Partei, die derzeit in Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt, setzt sich für tiefgreifende Reformen ein – darunter die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem und strengere Sprachvorgaben für Kleinkinder.

Damit rückt die FDP von ihrer früheren Unterstützung für Ganztagsschulen ab und wirbt stattdessen für mehr Halbtagsangebote und flexiblere Schulmodelle.

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Im Mittelpunkt des FDP-Wahlkampfs steht die Forderung nach Wiedereinführung des klassischen dreigliedrigen Schulsystems mit Haupt- und Realschule, während die Regionale Schule abgeschafft werden soll. Die Parteiführung argumentiert, dies werde die Leistungen an Elite-Schulen steigern und Kosten senken. Kritiker warnen jedoch vor einer Verschärfung der sozialen Ungleichheit und geringeren Chancen für benachteiligte Schülerinnen und Schüler.

Jakob Schirmer, Spitzenkandidat der FDP, betonte, dass Freiheit im Zentrum der Parteibotschaft stehen müsse. Gleichzeitig rief Bundesvorsitzender Christian Dürr die Mitglieder dazu auf, die FDP als "radikale Alternative" zum politischen Establishment in Deutschland zu präsentieren. Er schlug zudem verbindliche Deutschtests zwei Jahre vor der Einschulung vor, um sicherzustellen, dass Kinder mit ausreichenden Sprachkenntnissen starten.

Die Partei will Sonderpädagogische Förderzentren beibehalten, den konfessionellen Religionsunterricht jedoch durch ein neutrales Fach ersetzen, das alle Glaubensrichtungen abdeckt. Dürr forderte außerdem einfachere Regeln für Arbeitsvisa, um Fachkräften den Zuzug nach Deutschland zu erleichtern – im Gegensatz zu Personen, die nicht erwerbstätig sein wollen.

Intern steht die FDP vor Herausforderungen: Auf dem Bundesparteitag im Mai soll ein Antrag eingebracht werden, der eine Neuwahl des Bundesvorstands verlangt. Der Vorstoß spiegelt die anhaltenden Debatten über die Ausrichtung der Partei wider, die darum kämpft, wieder in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einzuziehen.

Mit ihrem Bildungsprogramm setzt die FDP klare Schwerpunkte für die Septemberwahl – von der Umstrukturierung des Schulsystems bis hin zu verschärften Sprachregeln. Ob diese Vorschläge der Partei den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde ermöglichen, bleibt ungewiss. Doch sie zeigen einen entschlossenen Versuch, die Bildungspolitik im Land neu zu gestalten.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Bundesvorstands fällt ebenfalls im Mai und könnte die Parteiführung vor der Wahl neu aufstellen.

Quelle