21 April 2026, 06:17

Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Arbeitgeber protestieren

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit einem Mann auf schwarzem Hintergrund.

Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Arbeitgeber protestieren

Die deutsche Regierungskoalition hat sich darauf verständigt, den steuerfreien Entlastungsbonus in Höhe von 1.000 Euro bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern. Die Entscheidung folgt einem Entwurf der Koalitionsfraktionen und soll Arbeitnehmern weiterhin finanzielle Unterstützung bieten. Arbeitgeber kritisieren den Schritt jedoch wegen der entstehenden Kosten und des Zeitpunkts.

Der Koalitionsausschuss hatte den Entlastungsbonus erstmals am 12. April 2026 beschlossen. Seither haben mehr Unternehmen als erwartet das Förderinstrument genutzt, wodurch die Gesamtkosten die ursprünglichen Schätzungen überstiegen. Die verlängerte Regelung soll nun insgesamt eine Entlastung von 2,8 Milliarden Euro bewirken.

Nach den überarbeiteten Bedingungen können Unternehmen die 1.000-Euro-Zahlung als Betriebsausgabe absetzen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wies Kritik zurück, indem er betonte, dass der Bonus freiwillig bleibe. Arbeitgeber könnten ihn auch in Teilbeträgen auszahlen oder ganz aussetzen.

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Um die Mindereinnahmen bei den Steuern auszugleichen, plant die Bundesregierung für 2026 eine Erhöhung der Tabaksteuer. Die Koalitionspartner haben die Vereinbarung finalisiert und sichergestellt, dass der Bonus für ein weiteres Jahr erhalten bleibt.

Die Verlängerung des steuerfreien Bonus bietet Arbeitnehmern bis Mitte 2027 finanzielle Entlastung. Unternehmen müssen die freiwillige Zahlung jedoch mit ihrer eigenen wirtschaftlichen Lage in Einklang bringen. Gleichzeitig sollen höhere Tabaksteuern die steigenden Kosten des Programms abfedern.

Quelle