09 May 2026, 18:20

Energiekrise zwingt Zoos und Wildparks zum Umdenken – Tiere oder Ökostrom?

Ein Miniaturzoomodell, bevölkert mit Menschen, umgeben von einem Zaun, umgeben von Bäumen, Häusern, Pflanzen und Gras, mit einer Wand im Hintergrund und Text unten.

Energiekrise zwingt Zoos und Wildparks zum Umdenken – Tiere oder Ökostrom?

Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks in der Region schwer zu

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In der gesamten Region kämpfen Zoos und Wildparks mit den stark gestiegenen Energiekosten. Einige Einrichtungen mussten bereits Tiere abgeben, um die Ausgaben zu senken, während andere auf erneuerbare Energien setzen, um über die Runden zu kommen. Die finanzielle Belastung zwingt die Betreiber, sowohl ihre Budgets als auch die Tierhaltung neu zu organisieren.

Im Wildpark Stoeckheim machen die Energiekosten zwar nur etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben aus – doch selbst dieser scheinbar geringe Anteil bereitet zunehmend Sorgen. Der Zoo Braunschweig hingegen hat bereits Maßnahmen ergriffen, um sich unabhängiger von herkömmlichen Energiequellen zu machen. Bereits jetzt betreibt der Zoo eine 80-kW-Photovoltaikanlage, die Strom ins Netz einspeist, sowie kleinere Solaranlagen für den Eigenbedarf. Nun plant er, die Kapazität um weitere 12 kW zu erweitern und ein 10-kW-Batteriespeichersystem zu installieren.

Auch bei der Wärmeversorgung setzt der Zoo auf Vielfalt: Ein Blockheizkraftwerk, ein Holzvergaser und eine Pelletheizung helfen, die Energiekosten im Griff zu halten. Trotz der finanziellen Herausforderungen betonen die Verantwortlichen, dass weder eine Abgabe von Tieren noch eine Verringerung des Tierbestands geplant sei.

Der Wildpark Essehof bleibt dank seiner Biomasseheizung vergleichsweise verschont und schließt einen Tierverkauf als Sparmaßnahme kategorisch aus. Auch das Artenschutzzentrum Grasleben hat reagiert und Photovoltaikmodule installiert – besonders sinnvoll für Einrichtungen, die wärmeliebende Arten beherbergen.

Während einige Zoos und Wildparks bereits Tiere abgeben mussten, setzen andere auf Solarenergie und alternative Heizsysteme, um solche Schritte zu vermeiden. Die Umstellung auf erneuerbare Energien soll helfen, die steigenden Kosten zu bewältigen und gleichzeitig die langfristige Betreuung der Tiere zu sichern – ohne ihren Bestand zu reduzieren.

Quelle