Düngerpreise steigen: Warum Hobbygärtner bald tiefer in die Tasche greifen müssen
Philipp ZimmermannDüngerpreise steigen: Warum Hobbygärtner bald tiefer in die Tasche greifen müssen
Hobbygärtner müssen sich möglicherweise bald auf höhere Preise für mineralische Düngemittel einstellen. Der anhaltende Konflikt im Iran treibt die Produktionskosten in die Höhe, und Experten warnen vor Preiserhöhungen ab dem nächsten Jahr. Gleichzeitig setzen seit der Pandemie und der Energiekrise in Folge des Ukraine-Kriegs immer mehr Gärtner auf biologische Alternativen.
Die Hersteller hatten zwar die Rohstoffe für die diesjährige Produktion synthetischer Dünger noch vor den jüngsten Preisdruck gesichert. Doch die steigenden Dieselkosten belasten nun die Speditionen, was zu Lieferverzögerungen und zusätzlichen Transportgebühren führt. Ein Liter flüssiger Mineraldünger kostet derzeit im Handel etwa 12 Euro, doch in den kommenden Monaten könnten die Preise auf 13 oder sogar 14 Euro steigen.
Der Trend zu biologischen Produkten ist bereits seit Jahren spürbar. Compo, ein großer Anbieter in diesem Bereich, berichtet, dass mittlerweile etwa zwei Drittel seiner Erden und Pflanzpflegeprodukte biozertifiziert sind. Branchenzahlen zeigen zudem, dass der Biomarkt zwei- bis dreimal schneller wächst als der konventionelle Sektor.
Angesichts der zu erwartenden Preiserhöhungen bei synthetischen Düngemitteln könnten noch mehr Gärtner auf biologische Lösungen umsteigen. Die Entwicklung hat sich seit der COVID-19-Pandemie und der Ukraine-Krise beschleunigt, und die gestiegenen Spritkosten könnten diesen Trend weiter verstärken. Zwar verfügen die Händler derzeit noch über ausreichende Lagerbestände, doch die Herausforderung besteht darin, die Transportkosten im Rahmen zu halten.






