Deutschland und Niederlande verschärfen gemeinsam die Migrationskontrollen und beschleunigen Abschiebungen
Philipp ZimmermannDeutschland und Niederlande verschärfen gemeinsam die Migrationskontrollen und beschleunigen Abschiebungen
Deutschland und die Niederlande haben sich auf einen neuen Plan geeinigt, um irreguläre Migration einzudämmen und Abschiebungen zu beschleunigen. Die Vereinbarung wurde in Berlin von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und dem niederländischen Migrations- und Asylminister Bart van den Brink finalisiert. Beide Länder werden künftig enger in den Bereichen Grenzschutz und Rückführung zusammenarbeiten.
Bei dem Treffen ging es darum, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten zu intensivieren. Ihr Plan zielt darauf ab, das EU-Asyl- und Migrationsabkommen zügig umzusetzen. Ein zentraler Bestandteil ist die Einrichtung sogenannter "Rückkehrzentren", die Abschiebungen effizienter und schneller gestalten sollen.
Neue Regelungen und Instrumente sollen Behörden dabei unterstützen, abgelehnte Asylbewerber besser zu bearbeiten. Zudem wird die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden entlang der gemeinsamen Grenze ausgebaut. Spezialeinheiten beider Länder werden künftig häufiger gemeinsam operieren.
Die Vereinbarung sieht einen rund um die Uhr stattfindenden Informationsaustausch zwischen den Grenzbehörden vor. Deutschland und die Niederlande werden sich außerdem für stärkere diplomatische Beziehungen zu Drittstaaten einsetzen. Ziel ist es, irreguläre Migration zu verringern und die Zahl erfolgreicher Abschiebungen zu erhöhen.
Der Deal markiert einen Schritt zu strengeren Migrationskontrollen in beiden Ländern. Schnellere Abschiebungen und eine verbesserte Sicherheitszusammenarbeit werden nun erwartet. Die Behörden werden in den kommenden Monaten mit der Umsetzung der neuen Maßnahmen beginnen.






