Deutsche Bahn zahlt Millionenabfindungen an scheidende Führungskräfte
Ben HofmannDeutsche Bahn zahlt Millionenabfindungen an scheidende Führungskräfte
Gehaltsbericht 2024 der Deutschen Bahn: Millionenabfindungen und hohe Vorstandsgehälter
Der aktuelle Vergütungsbericht der Deutschen Bahn für das Jahr 2024 offenbart beträchtliche Einkommen und Abfindungszahlungen an Führungskräfte. Die sechs Mitglieder des Vorstands erhielten gemeinsam fast 17,3 Millionen Euro, während ausscheidende Manager Millionenbeträge als Abfindungen mitnahmen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Richard Lutz führt die Liste mit insgesamt 5,5 Millionen Euro an.
Lutz, der sein Amt als CEO niederlegte, bezog die höchste Einzelvergütung. Sein Festgehalt betrug 1,4 Millionen Euro, hinzu kamen ein Bonus von 570.000 Euro sowie eine Abfindung in Höhe von 3,5 Millionen Euro – insgesamt also 5,5 Millionen Euro.
Der aktuelle Vorstand, der nun aus sechs Personen besteht, erhielt gemeinsam knapp 3,7 Millionen Euro. Die neue Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla verdiente 2024 inklusive Boni 1,17 Millionen Euro, während der langjährige Finanzvorstand Martin Seiler auf 1,22 Millionen Euro kam.
Mehrere prominente Abgänge trieben die Kosten des Jahres zusätzlich in die Höhe. Berthold Huber, Sigrid Nikutta und Daniela Gerd tom Markotten gehörten zu den Ausscheidenden und teilten sich Abfindungen in Höhe von 11,3 Millionen Euro. Die ehemalige Finanzvorständin Karin Dohm verließ das Unternehmen bereits nach nur vier Monaten – ihre Abfindung ist in den aktuellen Zahlen jedoch noch nicht enthalten.
Der Bericht für 2024 unterstreicht die hohen finanziellen Verpflichtungen der Bahn gegenüber sowohl aktiven als auch scheidenden Führungskräften. Mit Abfindungen in Höhe von 11,3 Millionen Euro und Vorstandsvergütungen von 17,3 Millionen Euro bleiben die Personalkosten für die Unternehmensspitze beträchtlich. Nähere Details zur Abfindung von Karin Dohm stehen noch aus.






