Daniel Keller wird Brandenburgs neuer Finanzminister in der Schuldenkrise
Nina SchulzFinanzminister spricht noch nicht über Sparmaßnahmen - Daniel Keller wird Brandenburgs neuer Finanzminister in der Schuldenkrise
Daniel Keller übernimmt das Amt des neuen Finanzministers von Brandenburg in einer Phase erheblicher Haushaltsbelastungen. Das Land steht vor Milliardendefiziten, die die neu gebildete SPD/CDU-Koalition zu drastischen Sparmaßnahmen zwingen. Keller, ein ausgebildeter Mathematiker, hat einen strengen Kurs bei der Kostenkontrolle und der Drosselung der Ausgabenentwicklung angekündigt.
Mit seiner Erfahrung als ehemaliger Wirtschaftsminister Brandenburgs und als Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion bringt Keller Fachwissen für die Position mit. Sein mathematischer Hintergrund, so betont er, werde ihm helfen, die angespannten Staatsfinanzen zu steuern.
Die Koalition hat bereits Pläne vorgelegt, die Landesverwaltung zu verkleinern. Tausende Stellen sollen abgebaut werden, wobei die Personalkosten schrittweise um fünf Prozent gesenkt werden sollen. Polizei, Gerichte, Schulen und Finanzämter bleiben von den Kürzungen verschont. Die genaue Zahl der betroffenen Stellen und der Zeitplan für die Abbaumaßnahmen stehen jedoch noch nicht fest.
Nähere Details zu den Einsparungen werden im Haushalt 2027–2028 erwartet, der derzeit erarbeitet wird. Die Maßnahmen folgen dem Koalitionsvertrag für die Jahre 2026–2029, der schrittweise Personaleinsparungen vorsieht, gleichzeitig aber die Kernbereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge schützen will.
Die erste Aufgabe des neuen Finanzministers besteht darin, die Finanzen Brandenburgs zu stabilisieren. Mit seinem Fokus auf Kostendämpfung und Stellenabbau will er die drohenden Haushaltsdefizite bekämpfen. Die vollen Auswirkungen der Sparmaßnahmen werden sich zeigen, sobald der nächste Haushalt final beschlossen ist.






