Bundestag beschließt schnelleres Anerkennungsverfahren für ausländische Gesundheitsfachkräfte
Ben HofmannBundestag beschließt schnelleres Anerkennungsverfahren für ausländische Gesundheitsfachkräfte
Der Bundestag hat ein neues Gesetz zur beschleunigten Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich verabschiedet. Die von der Regierungskoalition und den Grünen unterstützte Vorlage soll die Verfahren für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen in Deutschland vereinfachen.
Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingebrachte Gesetz wurde am Donnerstag verabschiedet. Es zielt darauf ab, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen zu standardisieren, zu digitalisieren und zu beschleunigen. Nach Zustimmung des Bundesrates sollen die Änderungen am 1. November 2026 in Kraft treten.
Nach den neuen Regelungen können die Bundesländer die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer fachlichen Qualifikation prüfen. Die rechtspopulistische AfD lehnte den Gesetzentwurf ab, während die Linke sich der Stimme enthielt.
Befürworter argumentieren, dass das Gesetz dazu beitrage, den Fachkräftemangel im Gesundheitssektor zu bekämpfen, indem es qualifizierten ausländischen Arbeitskräften den Einstieg in das deutsche System erleichtere.
Der Gesetzentwurf geht nun zur endgültigen Beschlussfassung an den Bundesrat. Sobald das Gesetz in Kraft tritt, wird es die schnellere Integration von im Ausland ausgebildeten Gesundheitsfachkräften in den deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Die Änderungen sollen bürokratische Hürden verringern und die Versorgung mit medizinischem Personal im gesamten Land verbessern.






