Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker gegen Fachkräftemangel
Ben HofmannBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker gegen Fachkräftemangel
Deutschland hat Schritte unternommen, um die Einstellung ausländischer Apotheker zu erleichtern. Der Bundestag verabschiedete kürzlich ein Gesetz, das die Anerkennung von Abschlüssen aus Nicht-EU-Ländern beschleunigen soll. Mit dieser Maßnahme will die Bundesregierung dem wachsenden Fachkräftemangel im Apothekensektor entgegenwirken.
Die neue Regelung vereinfacht das Verfahren für Apotheker, die außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums ausgebildet wurden. Statt aufwendiger Dokumentenprüfungen durchlaufen Bewerber künftig eine direkte Kompetenzüberprüfung. Die Änderung reduziert bürokratische Hürden, ohne die beruflichen Standards zu senken.
Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt die Reform. Ihr Präsident, Dr. Armin Hoffmann, betonte die dringende Handlungsnotwendigkeit und warnte, dass in den kommenden Jahren tausende Apotheker fehlen werden. Zudem kündigte er an, dass in Kürze Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker folgen werden.
Das Gesetz muss noch den Bundesrat passieren. Bei Zustimmung könnte es bereits im Mai in Kraft treten, der offizielle Starttermin ist jedoch auf den 1. November 2026 festgelegt.
Die Reform erleichtert es qualifizierten Apothekern aus Drittstaaten, in Deutschland zu arbeiten. Durch den Ersatz von Papierkram durch Kompetenztests wird das Verfahren beschleunigt. Apotheken in ganz Deutschland könnten bald leichter offene Stellen besetzen.






