Bundesnetzagentur entwarnt: Gasreserven in Deutschland stabiler als erwartet
Philipp ZimmermannBundesnetzagentur entwarnt: Gasreserven in Deutschland stabiler als erwartet
Die Bundesnetzagentur hat sich zu Bedenken hinsichtlich der Gasreserven in Deutschland geäußert. Agenturpräsident Klaus Müller betonte, dass trotz jüngster Kritik kein Grund zur Beunruhigung bestehe. Zudem wies er darauf hin, dass die aktuellen Speicherstände nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit erfordern wie in den Vorjahren.
In den vergangenen zwei Wochen sind die Gasreserven um drei Prozentpunkte gestiegen. Müller räumte ein, dass es öffentliche Forderungen nach vollen Speichern bis Mitte Mai gebe, erklärte jedoch, dass dies weder wirtschaftlich sinnvoll noch technisch zwingend notwendig sei. Er verwies darauf, dass die großen Kavernenspeicher in Deutschland bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen gefüllt werden könnten.
Die Behörde hob auch die Bedeutung der vier Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee hervor. Diese spielten während der Versorgungsengpässe im vergangenen Winter eine entscheidende Rolle. Zwar bleibe die Speicherung wichtig, doch der intensive Fokus der Jahre 2022 und 2023 sei nicht mehr gerechtfertigt, so Müller.
Die Verantwortung für die Versorgungssicherheit liege weiterhin bei den Gashändlern. Müller wiederholte, dass die aktuelle Lage keinen Anlass zur Panik biete, da das System stabil bleibe.
Laut Einschätzung der Bundesnetzagentur ist die deutsche Gasinfrastruktur besser auf den Winter vorbereitet als in den Vorjahren. Mit den LNG-Terminals und ausreichenden Speicherkapazitäten habe sich das Risiko von Engpässen verringert. Händler und Regulierungsbehörden werden die Entwicklungen weiter beobachten, doch akute Sorgen seien vorerst ausgeräumt.






