Kein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew Kunststofftechnik schließt 2025 beide Werke in Deutschland
Boryszew Kunststofftechnik, ein großer Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt, wird bis Ende 2025 seine Produktionslinien schließen. Die Entscheidung folgt auf gescheiterte Versuche, neue Investoren zu gewinnen, sowie auf den Mangel an langfristigen Aufträgen. Die Belegschaft an zwei deutschen Standorten wurde diese Woche über die Stilllegung informiert.
Das Unternehmen, das sich auf Innenraumkomponenten für die Volkswagen Gruppe spezialisiert hat, kämpft seit Langem mit den schwierigen Rahmenbedingungen in der deutschen Automobilindustrie. Noch im Mai 2023 hatte der Insolvenzverwalter Silvio Höfer mit potenziellen Käufern verhandelt. Doch die Gespräche scheiterten, sodass keine tragfähige Lösung für die Fortführung des Betriebs blieb.
Die Produktion wird an beiden Standorten noch bis Dezember weiterlaufen. Das Werk in Gardelegen, wo 330 Beschäftigte arbeiten, sowie der kleinere Standort in Idar-Oberstein mit rund 100 Mitarbeitenden werden vorerst wie gewohnt betrieben. Die Arbeitsplätze bleiben bis zur endgültigen Schließung Ende nächsten Jahres gesichert.
Die Stilllegung markiert das Ende eines der größten Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt. Alle 430 Beschäftigten werden ihren Job verlieren, sobald die Produktion Ende 2025 eingestellt wird. Der Rückzug des Unternehmens spiegelt die wachsenden Belastungen für die deutsche Automobil-Zulieferkette wider.






