09 March 2026, 14:22

Björn Höcke bleibt in U-Haft – doch der Prozess wegen Volksverhetzung verzögert sich weiter

Eine Karikatur einer Gerichtsszene mit einer Gruppe von Menschen, die auf Stühlen sitzen und ein Mann in der Mitte steht, ein Tisch mit verschiedenen Gegenständen auf der rechten Seite und Text unten, der "Boney's Prozess, Urteil und Sterbensrede Europäischer Verletzungen gerächt" lautet.

Noch kein Verhandlungstermin für den Prozess gegen Höcke beim Landgericht - Björn Höcke bleibt in U-Haft – doch der Prozess wegen Volksverhetzung verzögert sich weiter

Björn Höcke, eine führende Figur der rechtsextremen AfD, bleibt wegen Volksverhetzung in Untersuchungshaft – doch ein Prozesstermin steht weiterhin aus. Die Vorwürfe beziehen sich auf einen Telegram-Beitrag aus dem Jahr 2022, doch bis heute ist kein Verhandlungsbeginn festgesetzt. Das Verfahren zieht sich bereits seit über zwei Jahren hin, seitdem das Landgericht Mühlhausen die Anklage zugelassen hat.

Das Gericht hat Höckes parlamentarische Immunität für die aktuelle Legislaturperiode bereits aufgehoben, um das Verfahren vorantreiben zu können. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft haben Anträge zur Beweislage eingereicht, die von den Richtern noch geprüft werden. Zudem müssen weitere verfahrensrechtliche Fragen geklärt werden, bevor es zu einer Hauptverhandlung kommen kann.

Höcke hatte bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen juristischen Problemen zu kämpfen. 2025 bestätigte der Bundesgerichtshof zwei frühere Verurteilungen gegen ihn, weil er bei öffentlichen Auftritten den verbotenen SA-Spruch "Alles für Deutschland" verwendet hatte. Trotz dieser Urteile sind derzeit keine weiteren Strafverfahren wegen Hassrede oder Volksverhetzung gegen ihn bei deutschen Gerichten anhängig.

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Die Verzögerung bei der Terminierung des Prozesses folgt auf ein langwieriges Prüfungsverfahren. Zwar wurde die Anklage bereits 2022 offiziell zugelassen, doch das Verfahren kam bisher aufgrund ungelöster rechtlicher und verfahrensrechtlicher Fragen nicht voran.

Der Ausgang des Falls hängt nun von der Bewertung der vorgelegt Beweise und der Klärung der noch ausstehenden Verfahrensfragen ab. Derzeit lasten auf Höcke keine weiteren Vorwürfe über den Telegram-Beitrag von 2022 hinaus – und ein Prozessbeginn ist weiterhin nicht in Sicht.

Quelle