Bergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuem Aktionsplan
Nina SchulzBergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuem Aktionsplan
Inklusionsbeirat von Bergisch Gladbach wächst auf 13 Mitglieder
Der Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach ist von neun auf 13 Mitglieder angewachsen, um die Vielfalt der Stadt besser abzubilden. Das neu berufene Gremium trat am Mittwoch erstmals im Ratssaal des Bensberger Rathauses zusammen. Erstmals sind nun auch Vertreterinnen und Vertreter mit Lernbehinderungen dabei.
Bei der konstituierenden Sitzung gab es mehrere wichtige Entwicklungen: Katharina Kaul von der Katholischen Jugendagentur wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Uta Vossebrecker, die die Max-Bruch-Städtische Musikschule vertritt. Beide werden künftig die Inklusionsbemühungen in der Stadt vorantreiben.
Der Beirat entsandte zudem Mitglieder in verschiedene Ausschüsse des Stadtrats, um sicherzustellen, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Darüber hinaus verabschiedete das Gremium einen aktualisierten Aktionsplan Inklusion, der nun vom Ausschuss für Soziales, Wohnen, Demografie und Gleichstellung (ASWDG) sowie dem Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung geprüft wird.
Bürgermeister Marcel Kreutz würdigte das Engagement von Vereinen, Initiativen und Organisationen, die sich für Inklusion einsetzen. Er betonte ihre Bedeutung für eine vielfältige, lebenswerte und zukunftsorientierte Stadt. Katharina Kaul unterstrich dies und erklärte, Inklusion sei die Grundlage einer Gesellschaft, in der alle selbstbestimmt leben und gleichberechtigt teilhaben könnten. Sie versprach, Barrieren abzubauen und die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen zu erhöhen.
Der Beirat hat sich zudem verpflichtet, in seinen Dokumenten eine klarere und zugänglichere Sprache zu verwenden. Der neue Aktionsplan spiegelt diesen Wandel hin zu einer einfachen und leicht verständlichen Kommunikation wider.
Mit der Erweiterung des Gremiums kommen nun mehr Stimmen zu Wort – darunter auch die von Menschen mit Lernbehinderungen. Der überarbeitete Aktionsplan und die stärkere Vertretung in den städtischen Ausschüssen sollen Inklusion fest in der Kommunalpolitik verankern. Die endgültige Verabschiedung des Plans wird die nächsten Schritte für die Inklusionsarbeit in Bergisch Gladbach bestimmen.






