23 March 2026, 20:31

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Schilder halten, mit vielen anderen Mädchen im Hintergrund.

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen in Deutschland hat einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung männlicher Gewalt vorgestellt. Die Vorschläge zielen auf Lücken im geltenden Recht ab und konzentrieren sich auf digitale Gewalt, sexuelle Einwilligung und Femizide. Die Initiative fordert strengere gesetzliche Maßnahmen, um Opfer besser zu schützen und Täter konsequenter zur Verantwortung zu ziehen.

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Im Mittelpunkt des Plans steht das Verbot von KI-gestützten "Nacktbild-Apps", die Menschen auf Fotos ohne deren Zustimmung entkleiden. Die Koalition argumentiert, dass solche Tools sexuelle Ausbeutung ermöglichen und daher verboten gehören. Zudem verlangen sie strafrechtliche Konsequenzen für nicht einvernehmliche, sexualisierte Deepfake-Inhalte.

Die Frauen schlagen außerdem eine Reform des Sexualstrafrechts vor und setzen sich für ein Modell der ausdrücklichen Einwilligung ein. Demnach wäre vor jeder sexuellen Handlung eine klare Zustimmung erforderlich, um Schlupflöcher in der bestehenden Gesetzgebung zu schließen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung von "Femizid" als eigenständigen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch, um geschlechtsspezifische Tötungen härter zu bestrafen.

Um digitale Gewalt einzudämmen, sieht der Plan ein Digitales Schutzgesetz vor. Dieses würde Plattformen verpflichten, schädliche Inhalte zügig zu löschen und bei der Identifizierung der Täter zu helfen. Zwar gibt es auf Bundesebene bisher keine aktuellen Initiativen zu Deepfakes oder Nacktbild-Apps, doch haben einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bereits Schritte unternommen, um heimliche Aufnahmen in privaten Räumen unter Strafe zu stellen.

Die Vorschläge der Koalition zielen darauf ab, den rechtlichen Schutz vor sexueller und digitaler Gewalt zu stärken. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, würde dies einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise bedeuten, wie Deutschland männliche Gewalt angeht. Der nächste Schritt hängt nun davon ab, ob die Politik den Plan aufgreift und in eine Reformdebatte überführt.

Quelle