28 March 2026, 20:19

Winterraps 2026: Gutes Wachstum trotz drohender Käferplage und Spritz-Dilemma

Offenes Buch mit einer detaillierten Illustration einer Pflanze und eines Käfers, begleitet von begleitendem Text und Bildern.

Winterraps 2026: Gutes Wachstum trotz drohender Käferplage und Spritz-Dilemma

Winterraps zeigt im Frühjahr 2026 gutes Wachstum

Die Winterrapsbestände entwickeln sich im Frühjahr 2026 vielversprechend auf den Feldern. Die Pflanzen befinden sich bereits im Streckungswachstum, die Hauptblütenstände sind deutlich erkennbar (BBCH 32/51). Doch der Rapsglanzkäfer bleibt in dieser Saison eine ernste Gefahr für die Erträge.

Experten warnen, dass sich eine Bekämpfung nur dann wirtschaftlich lohnt, wenn die Käferpopulation eine bestimmte Schwelle überschreitet. Landwirte müssen nun abwägen, ob ein Eingriff notwendig ist oder ob natürliche Regulierungsmechanismen ausreichen. Ausschlaggebend für die Spritzentscheidung ist die Anzahl der Käfer pro Hauptknospe. Allein die Fänge in Gelbschalen reichen nicht aus, um eine Behandlung zu rechtfertigen. Stattdessen sollten Landwirte an mehreren Stellen entlang von Transekten kontrollieren – nicht nur an den Feldrändern oder an besonders kräftigen Pflanzen.

Ab zehn Käfern pro Hauptknospe vor der Blüte wird der Einsatz von Insektiziden wirtschaftlich sinnvoll. Präparate auf Acetamiprid-Basis wie Mospilan SG oder Danjiri können zwischen BBCH 51 und 59 ausgebracht werden. Allerdings dürfen sie nicht mit Netzmitteln gemischt werden, da sonst die Gefahr einer Honigverunreinigung besteht.

Eine bienenfreundlichere Alternative stellt Tau-Fluvalinat (z. B. Mavrik Vita oder Evure) dar, das selbst nach BBCH 59 noch sicher für Bestäuber ist. Bei gleichzeitigem Befall durch Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer kommt Trebon 30 EC infrage – allerdings nur, wenn die Bienenflugaktivität am Tag bereits beendet ist.

In vielen Fällen wird auf eine Spritzung verzichtet werden können. Unnötige Behandlungen zu vermeiden, schützt Nützlinge, reduziert Umweltbelastungen und spart den Landwirten Kosten. Entscheidend ist eine sorgfältige Kontrolle der Käferpopulationen vor jedem Eingriff. Der richtige Ansatz vereint Pflanzenschutz mit ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Wo Schwellenwerte erreicht werden, bieten zugelassene Insektizide gezielte Lösungen – dabei bleibt der Bienenschutz stets Priorität.

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