Warum Wohneigentum in Deutschland für viele unerreichbar bleibt
Wohneigentum in Deutschland bleibt für viele ein ferner Traum
Die Eigentumsquote in Deutschland liegt bei nur 47,4 % – der niedrigste Wert in der EU und deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 68 %. Steigende Kosten, strenge Vorschriften und hohe Steuern machen es für normale Bürger immer schwieriger, eine Immobilie zu erwerben.
Hohe Anfangsinvestitionen belasten die Finanzplanung zusätzlich. Käufer müssen Maklergebühren, Notarkosten und Grunderwerbsteuern stemmen, die den Gesamtpreis oft weit über den Listenpreis treiben. Gleichzeitig ist die Besteuerung von Immobilien im Laufe der Zeit strenger geworden, da die Politik Immobilienbesitz zunehmend als wichtige Einnahmequelle betrachtet.
Auch Hypotheken sind in Deutschland weniger zugänglich und teurer als in vielen anderen Ländern. Am Ende zahlen Hauskäufer oft das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises, bis ihr Darlehen vollständig getilgt ist. Gleichzeitig wird Mieten vom Staat stark subventioniert, was den Eigentumserwerb im Vergleich noch kostspieliger erscheinen lässt.
Bauregeln treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe, während Eigentümer zudem verpflichtende Modernisierungen finanzieren müssen, um staatliche Klimaziele zu erfüllen. Der Ökonom Marcel Fratzscher schlägt sogar noch höhere Immobiliensteuern vor – darunter Abgaben auf Wertsteigerungen von Grundstücken, selbst wenn diese allein auf Inflation und nicht auf tatsächliche Gewinne zurückgehen.
Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt damit weiter mietfreundlich – auf Kosten der Käufer. Mit hohen Steuern, strengen Vorschriften und begrenzten Hypothekenoptionen ist Wohneigentum für weite Teile der Bevölkerung unerreichbar. Die Kluft zwischen der deutschen Eigentumsquote und dem EU-Durchschnitt zeigt keine Anzeichen, sich in absehbarer Zeit zu schließen.






