Wadephul sieht Fortschritt im USA-Iran-Abkommen – doch Skepsis bleibt
Außenminister Johann Wadephul hat sich zum jüngsten Abkommen zwischen den USA und dem Iran geäußert. Er bezeichnete es als einen positiven Schritt, warnte jedoch, dass weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm Zeit in Anspruch nehmen würden. Die offizielle Unterzeichnung des Abkommens wird für diesen Freitag erwartet.
Wadephul betonte, dass die USA und der Iran nun direkte Gespräche führen werden und damit auf Vermittler wie Pakistan oder Katar verzichten. Seiner Ansicht nach hat der Iran erkannt, dass die wachsende militärische und wirtschaftliche Bedrohung eine existenzielle Krise auslösen könnte – ein Umstand, der die Bereitschaft Teherans zu Verhandlungen gefördert habe.
Der Minister äußerte sich vorsichtig optimistisch über eine politische Lösung und erklärte, er hoffe auf einen erfolgreichen Verlauf des Prozesses. Gleichzeitig unterstrich er, dass der genaue Inhalt des Abkommens noch unklar sei. „Die Frage ist: Was ist damit verbunden? Was genau beinhaltet es?“, gab er zu bedenken.
Die finale Unterzeichnung des Abkommens steht für diesen Freitag an. Trotz der jüngsten Annäherung zwischen den USA und dem Iran rechnet Wadephul mit langwierigen weiteren Verhandlungen. Im Mittelpunkt der Gespräche wird die Beilegung der seit Langem bestehenden Bedenken hinsichtlich der iranischen Atomambitionen stehen.






