Volkswagen kämpft mit Export-Einbruch in China und setzt auf E-Mobilität und Sparmaßnahmen
Philipp ZimmermannVolkswagen kämpft mit Export-Einbruch in China und setzt auf E-Mobilität und Sparmaßnahmen
Volkswagen steht vor großen Herausforderungen, da die deutschen Autoexporte nach China stark einbrechen. Der Aktienkurs des Konzerns ist seit Januar um fast 19 Prozent gefallen und schloss am Freitag bei 86,04 Euro. Trotz dieser Rückschläge treibt der Autokonzern neue Technologien und Sparmaßnahmen voran, um seine Position zu stabilisieren.
Die deutschen Pkw-Exporte nach China sind auf 13,6 Milliarden Euro eingebrochen – weniger als die Hälfte des Werts von 2022. Dieser Rückgang erhöht den Druck auf Volkswagen, das ohnehin mit einem sinkenden Aktienkurs kämpft. Um die Mitarbeitermotivation zu stärken, zahlt das Unternehmen im Mai eine Sonderprämie von 1.250 Euro an die Belegschaft.
Gleichzeitig schreitet Volkswagen mit seinen technologischen Plänen voran: Die zonale Fahrzeugarchitektur (SDV), die als Grundlage für künftige Elektrofahrzeuge in westlichen Märkten dient, hat umfangreiche Dauerbelastungstests erfolgreich bestanden. Das System vereinfacht die Verkabelung, ermöglicht nahtlose Software-Updates per Funk und steuert zuverlässig kritische Funktionen wie Allradantrieb und Traktion.
Darüber hinaus testet der Konzern das lenkradlose Konzeptfahrzeug Gen.Urban im realen Stadtverkehr von Wolfsburg. Zudem hat die Zusammenarbeit mit dem US-Elektroautohersteller Rivian Fortschritte gemacht: Drei Modelle bestanden erfolgreich Wintertests. Die Partnerschaft soll die Akzeptanz von Rivian-Software erhöhen und unterstützt damit Volkswagens übergeordnete Software-Strategie.
Um die finanzielle Belastung zu mindern, hat Volkswagen ein strenges Sparprogramm gestartet und verlagert die Produktion in wichtige Absatzmärkte, um Kosten zu senken. Škoda, Teil der Volkswagen-Gruppe, wird im Herbst 2026 das kompakte Elektro-SUV Epiq auf den Markt bringen.
Volkswagens Bemühungen, die Ausgaben zu kürzen und die lokale Produktion auszubauen, kommen zu einer Zeit, in der der Konzern mit sinkenden Exporten und einem schwächeren Aktienkurs zu kämpfen hat. Der Fokus auf neue Technologien – etwa die SDV-Plattform und das Gen.Urban-Konzept – unterstreicht den Willen, die Zukunft der E-Mobilität zu sichern. Die geplante Markteinführung des Škoda Epiq zeigt zudem das Engagement, die Elektroauto-Palette weiter auszubauen.






