Versteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten
Philipp ZimmermannVersteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten
Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Teils der Berliner Friedrichstadt-Passage, ist gescheitert, nachdem die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Das Objekt, das auf etwa 187 Millionen Euro geschätzt wird, zog lediglich zwei Gebote an – das höchste lag bei nur 40 Millionen Euro. Das Amtsgericht Mitte lehnte das Angebot ab, da es als deutlich zu niedrig eingestuft wurde.
Die Versteigerung fand in dieser Woche statt, doch das Gericht entschied, dass das höchste Gebot weniger als 50 Prozent des geschätzten Wertes des Komplexes betrug. In der Folge wurde der Verkauf gestoppt, und die Entscheidung ist vorerst nicht bindend. Interessierte Parteien haben nun zwei Wochen Zeit, um das Ergebnis vor dem Landgericht Berlin anzufechten.
Das Quartier 206 liegt zwischen dem ehemaligen Kaufhaus Galeries Lafayette und dem Bürogebäude Quartier 205. Trotz seiner erstklassigen Lage an der Friedrichstraße stehen große Teile des Gebäudes seit Jahren leer.
Die endgültige Entscheidung des Gerichts über die Versteigerung verzögerte sich bis zu diesem Freitag. Bis dahin bleibt die Zukunft des Standorts ungewiss. Mit der abgelehnten Versteigerung verbleibt das Quartier 206 vorerst in der Schwebe. Die Weigerung des Gerichts, das 40-Millionen-Euro-Gebot anzunehmen, lässt die Eigentumsfrage ungeklärt. Weitere rechtliche Schritte könnten das Ergebnis in den kommenden Wochen noch beeinflussen.






