Versace-Ausstellung in Paris feiert das Erbe des Moderebellen ohne sein berühmtestes Kleid
Philipp ZimmermannVersace-Ausstellung in Paris feiert das Erbe des Moderebellen ohne sein berühmtestes Kleid
Eine große Gianni-Versace-Retrospektive in Paris zeigt die enge Verbindung des Designers zur Stadt
Im Musée Maillol in Paris hat eine umfassende Ausstellung über Gianni Versace eröffnet – die erste Modeschau, die je in diesem Haus stattfindet. Fast 450 Exponate, von Kleidung bis hin zu Wohnaccessoires, sind zu sehen, doch ein berühmtes Stück fehlt auffällig.
Die Schau startet am Freitag, den 3. Juli 2023, und läuft bis zum 6. September. Organisiert von der Berliner Agentur Dreamrealizer, folgt sie sieben ähnlichen Versace-Ausstellungen, die in ganz Europa gezeigt wurden. Besucher können fast 100 Outfits entdecken, die auf Mannequins entlang eines nachgebauten Laufstegs präsentiert werden.
Ein eigener Bereich unter dem Titel „Rock und Royalty“ präsentiert Kreationen, die von Ikonen wie Lady Diana, Elton John und Madonna getragen wurden. Seltene Videointerviews, Presseausschnitte und Bücher unterstreichen Versaces mutige, oft provokante Entwürfe. Doch das legendäre „Sicherheitsnadel-Kleid“, das durch Elizabeth Hurley weltbekannt wurde, sucht man vergeblich.
Statt des Originals zeigt ein Bildschirm den französischen Wikipedia-Eintrag des fehlenden Kleides. Im Mittelpunkt der Ausstellung bleibt Versaces tief verwurzelte Verbindung zu Frankreich und der Stadt Paris.
Die Retrospektive bietet einen seltenen Einblick in Versaces Einfluss auf Mode und Prominentenkultur. Mit Schmuck, Wohnaccessoires und Archivmaterial dokumentiert sie detailliert das Erbe des Designers. Die Schau ist noch bis Anfang September für die Öffentlichkeit zugänglich.






