08 June 2026, 08:14

Verpflichtende betriebliche Altersvorsorge: CDU und DGB fordern radikale Rentenreform

CDA unterstützt obligatorische betriebliche Altersvorsorge

Verpflichtende betriebliche Altersvorsorge: CDU und DGB fordern radikale Rentenreform

In Deutschland gewinnt die Forderung nach einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge zunehmend an Unterstützung. Dennis Radtke, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU, hat sich dafür ausgesprochen, dass alle Arbeitnehmer in solche Systeme einzahlen. Sein Vorschlag deckt sich mit einem ähnlichen Plan von Yasmin Fahimi, der Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Die regierende Koalition aus CDU/CSU und SPD hat bereits eine umfassende Rentenreform angekündigt. Radtke sieht die verpflichtende betriebliche Altersvorsorge als zentralen Baustein dieser Reform. Er argumentiert, dass die Verzahnung der drei Säulen des Rentensystems – staatliche, betriebliche und private Vorsorge – dazu beitragen würde, im Alter ein würdevolles Einkommen zu sichern.

Fahimis Vorschlag umfasst zudem Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Sie fordert dies als zusätzliche Absicherung für den Ruhestand. Radtke verweist auf bestehende Modelle in der chemischen Industrie und anderen Branchen mit Tarifverträgen, in denen solche Systeme bereits erfolgreich funktionieren.

Beide sind überzeugt, dass eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge die finanzielle Sicherheit künftiger Rentner stärken würde. Die Idee gewinnt im Rahmen der größeren Bestrebungen zur Reform des deutschen Rentensystems an Fahrt.

Sollte der Plan umgesetzt werden, müssten alle Arbeitnehmer an betrieblichen Altersvorsorgesystemen teilnehmen. Auch Arbeitgeber würden sich beteiligen – nach dem Vorbild bereits etablierter Modelle in einigen Branchen. Ziel der Reform ist es, langfristig eine bessere finanzielle Stabilität für Rentner zu gewährleisten.

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