29 June 2026, 20:26

VBU warnt vor fatalen Folgen der geplanten Minijob-Reform für Arbeitgeber und Beschäftigte

Minijob-Reform: Baden-Württembergischer Unternehmensverband fordert Stopp

VBU warnt vor fatalen Folgen der geplanten Minijob-Reform für Arbeitgeber und Beschäftigte

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre geplanten Reformen des Minijob-Systems in Deutschland zu streichen. Die Organisation warnt, dass die Änderungen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber stärker belasten würden.

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Der VBU argumentiert, dass eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs zu einem niedrigeren Nettoeinkommen für Beschäftigte führen würde. Arbeitgeber müssten zudem mit höheren Lohnkosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität bei der Personalplanung rechnen.

Der Verband betont, dass Minijobs für viele Bevölkerungsgruppen von entscheidender Bedeutung sind. Studierende, Rentner, Eltern in Teilzeit, Pflegekräfte und Personen mit Nebenjobs sind auf diese Einkommensquelle angewiesen. Branchen wie das Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), der Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister und soziale Einrichtungen nutzen Minijobs, um saisonale Spitzenzeiten und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen.

Minijobs leisten bereits durch Pauschalabgaben einen erheblichen Beitrag zur Sozialversicherung. Der VBU warnt, dass ihre Abschaffung den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwächen würde. Statt Reformen fordert der Verband Maßnahmen zur Bürokratieabbau und Entlastung der Wirtschaft.

Die Stellungnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung Änderungen bei den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen prüft. Bisher liegt jedoch noch kein endgültiger Gesetzesentwurf vor. Die Position des VBU spiegelt die Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen einer Minijob-Reform wider. Die Organisation besteht darauf, dass solche Änderungen sowohl Arbeitnehmern als auch Unternehmen schaden würden. Die Regierung hat bisher noch keine formelle Gesetzesvorlage zu diesem Thema eingebracht.

Quelle