14 March 2026, 12:17

Thüringer Imker hoffen nach stabilem Winter auf eine starke Bienensaison

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung eines Bienenstocks, Text und ein paar Insekten, wahrscheinlich Bienen, die um den Honigwaben herumschwirren.

Kalter Winter hilft Thüringens Bienen - Sorgen bleiben - Thüringer Imker hoffen nach stabilem Winter auf eine starke Bienensaison

Imker in Thüringen blicken nach stabilem Winter vorsichtig optimistisch in die Zukunft

Die frostigen Bedingungen ermöglichten es den Bienenvölkern, zur Ruhe zu kommen und Stress durch plötzliche Temperaturschwankungen zu vermeiden. Dennoch bleiben Herausforderungen – von Schädlingen bis hin zu unberechenbarem Frühlingswetter.

Der kalte, schneereiche Winter dieses Jahres erwies sich für die heimischen Bienen als vorteilhaft. Die gleichmäßig niedrigen Temperaturen erlaubten es ihnen, ungestört zu überwintern und die Belastung durch wiederholte Erwärmungs- und Abkühlungsphasen zu vermeiden. Bisher melden Mitglieder des Landesimkerverbandes keine größeren Verluste an Bienenvölkern während der Wintermonate.

Der frühe Frühling bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Die blühenden Palmkätzchen bieten den Bienen eine wichtige frühe Pollenquelle, die für die Aufzucht der Brut unverzichtbar ist. Doch das schnelle Erwachen der Natur kann sich auch als Bumerang erweisen: Ein starker Volksaufbau bei mildem Wetter könnte ins Stocken geraten, wenn Spätfröste zurückkehren. Vor zwei Jahren richteten schwere Fröste erhebliche Schäden an Obstbaumblüten an – ähnliche Bedingungen könnten auch in dieser Saison die Ernte gefährden.

Die Varroa-Milbe bleibt eine anhaltende Bedrohung, schwächt die Larven und verbreitet Krankheiten. Zuchtprogramme arbeiten daran, Honigbienen mit besserer Resistenz zu entwickeln. Dennoch stellt der Parasit die Imker in der gesamten Region weiterhin vor große Herausforderungen.

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Die Imkerschaft in Thüringen setzt sich aus engagierten Hobbyimkern und einem kleinen Kern von Profis zusammen. Rund 3.000 Imker sind beim Landesverband registriert, doch die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen. Wirtschaftliche Zwänge, darunter die Konkurrenz durch billigen Import-Honig, haben dazu geführt, dass nur noch 10 bis 15 hauptberufliche Imker in der Region tätig sind.

Da es keine größeren Winterverluste gab und der Frühling stabil begann, blicken Thüringens Imker hoffnungsvoll in die Zukunft. Die kommenden Monate werden ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Spätfröste auf die Probe stellen. Derzeit liegt der Fokus darauf, die Bienenvölker zu schützen und sich auf die anstehende Saison vorzubereiten.

Quelle