Syrischer Gesundheitsminister kehrt nach Solingen zurück – Hoffnung auf medizinische Zusammenarbeit
Philipp ZimmermannSyrischer Gesundheitsminister kehrt nach Solingen zurück – Hoffnung auf medizinische Zusammenarbeit
Syriens Gesundheitsminister, Musaab Nazzal al-Ali, besuchte am Donnerstagnachmittag das Städtische Klinikum Solingen. Der Besuch markierte eine Rückkehr in die deutsche Stadt, in der er einst fünf Jahre lang als Neurochirurg ausgebildet wurde.
Während seines Aufenthalts traf al-Ali mit Professor Ralf Buhl zusammen, dem Chefarzt der Neurochirurgie und seinem ehemaligen Mentor. Thema ihrer Gespräche war eine mögliche Zusammenarbeit zwischen syrischen medizinischen Einrichtungen und dem Krankenhaus.
Al-Ali bekleidet sein Amt seit März 2025. Sein Besuch erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Herausforderungen im syrischen Gesundheitssystem, das durch jahrelangen Konflikt schwer beschädigt wurde: Krankenhäuser sind zerstört, lebenswichtige Ausrüstung ist Mangelware. Auch an qualifiziertem medizinischem Personal fehlt es, da über 6,8 Millionen Syrer – darunter viele Fachkräfte – das Land verlassen haben.
Der Minister hat kurzfristige Auslandseinsätze syrischer Ärzte genehmigt, um die medizinische Versorgung im Heimatland zu verbessern. Allein im vergangenen Jahr führten syrische Mediziner im Ausland 10.800 Operationen durch – ein Beleg für ihre wichtige Rolle bei der Stützung des überlasteten Gesundheitssystems.
Al-Alis Besuch in Solingen unterstreicht die Bemühungen, internationale medizinische Kooperationen zu stärken. Angesichts der noch immer fragilen Lage des syrischen Gesundheitssystems könnten solche Partnerschaften helfen, den Mangel an Personal und Ressourcen zu lindern. Die Ergebnisse der Gespräche bleiben abzuwarten.






