Streit um Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz: Optik vs. Parkplätze
Philipp ZimmermannStreit um Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz: Optik vs. Parkplätze
Pläne für Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz sorgen für Diskussionen im Bauausschuss
Ein Vorhaben, an einem Gebäude am Peitinger Hauptplatz Balkone anzubauen, hat im örtlichen Bauausschuss für Gesprächsstoff gesorgt. Der Antrag sieht vor, an der Westfassade eines Gebäudes, in dem sich das Geschäft Betten Weissenbach befindet, zwei Balkone anzubringen. Während die Mehrheit der Mitglieder den Plan unterstützte, gab es Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation und der Optik.
Die Balkone würden auf den beiden Obergeschossen jeweils 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen. Das Gebäude liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans für den Oberen Hauptplatz. Christian Hack, Leiter des Bauamts, bestätigte, dass der Eigentümer ursprünglich Balkone an der straßenseitigen Fassade beantragt habe, dies jedoch aufgrund des kommunalen Eigentums an der Fläche abgelehnt worden sei.
Bürgermeister Peter Ostenrieder räumte zwar Sorgen um die Parkplätze ein, betonte jedoch, dass der Eigentümer sich an die bestehenden Vorschriften halte. Einzig Stadtrat Norbert Merk (CSU) lehnte den Plan ab und verwies auf mögliche negative Auswirkungen auf die Parkmöglichkeiten für die neuen Wohnungen.
Die Meinungen zur Gestaltung gingen auseinander. Michael Deibler (CSU) bezeichnete das Design als "kaum akzeptabel", während Andreas Barnsteiner (BVP) die Balkone als gelungene Ergänzung des Gebäudes lobte. Trotz der gemischten Reaktionen handelt es sich um eine geringfügige Baumaßnahme, sodass eine Genehmigung grundsätzlich möglich bleibt.
Eine endgültige Entscheidung des Ausschusses steht noch aus, doch könnte das Vorhaben nach aktuellem Recht umgesetzt werden. Bei einer Genehmigung würden die Balkone nicht nur das Erscheinungsbild des Gebäudes verändern, sondern auch neuen Wohnraum schaffen. Ausschlaggebend wird sein, ästhetische, praktische und rechtliche Aspekte in Einklang zu bringen.






