Spritpreise explodieren 2026: Thüringer Verband fordert dringend Steuersenkungen für Benzin und Diesel
Philipp ZimmermannVerband fordert befristete Kraftstoffsteuer-Senkungen - Spritpreise explodieren 2026: Thüringer Verband fordert dringend Steuersenkungen für Benzin und Diesel
Die Spritpreise in Deutschland sind zu Beginn des Jahres 2026 stark angestiegen und belasten damit Autofahrer und Unternehmen gleichermaßen. Der Thüringer Verkehrsverband fordert nun dringend Steuersenkungen auf Benzin und Diesel, um die Bürger zu entlasten. Die Argumentation: Der Staat dürfe nicht von der Krise profitieren, während die Bevölkerung mit den gestiegenen Kosten kämpft.
Im Februar 2026 lag der durchschnittliche Preis für Superbenzin (E5, 95 Oktan) bei 1,81 Euro pro Liter – fast unverändert gegenüber den 1,82 Euro im Februar 2025. Super E10 stieg im gleichen Zeitraum jedoch von 1,65 Euro auf 1,75 Euro. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei Diesel aus: Der Jahresdurchschnittspreis erhöhte sich von 1,65 Euro im Jahr 2025 auf 1,71 Euro zu Beginn des Jahres 2026.
Mehrere Faktoren treiben die Preisspirale an. Hohe Steuern, die fast die Hälfte des Spritpreises ausmachen, spielen dabei eine zentrale Rolle. Zudem wirken sich die seit 2021 gestiegenen Preise für Brent-Rohöl aus, die durch die jüngsten Eskalationen im Iran-Krieg weiter in die Höhe getrieben wurden. Anfang März 2026 kostete E10 bereits 1,84 Euro pro Liter, Diesel erreichte 1,82 Euro – mit einem Spitzenwert von 2,09 Euro am 10. März.
Der Thüringer Verkehrsverband hat nun konkrete Forderungen erhoben. Gefordert werden eine sofortige, befristete Senkung der Kraftstoffsteuern auf das EU-weit zulässige Mindestmaß sowie ein Stopp der geplanten Erhöhung des CO₂-Preises. Zudem soll ein spezielles Diesel-Modell für den Gewerbeverkehr eingeführt werden, um die Transportkosten stabil zu halten. Die Kritik des Verbands richtet sich direkt an die Politik: Die Regierung profitiere durch höhere Steuereinnahmen von den gestiegenen Spritpreisen.
Ziel der Vorschläge ist es, die Belastungen für Verbraucher und Unternehmen zu verringern. Sollten die Steuersenkungen umgesetzt werden, könnte dies auch die Preise für Lebensmittel und Alltagsgüter entlasten. Bis dahin müssen Autofahrer jedoch weiter mit steigenden Ausgaben rechnen, da die Spritpreise vorerst volatil bleiben.






