Spritpreisbremse in Deutschland: Warum die Entlastung an Tankstellen oft ausbleibt
Philipp ZimmermannSpritpreisbremse in Deutschland: Warum die Entlastung an Tankstellen oft ausbleibt
Deutschlands Spritrabatt tritt in Kraft – doch die Ersparnis bleibt aus
Seit dem 1. Mai gilt in Deutschland die staatliche Spritpreisbremse, die Autofahrer entlasten soll. Doch an den Tankstellen kommt von der versprochenen Steuerentlastung nur wenig an. Viele Verbraucher spüren lediglich einen Bruchteil der zugesagten Preisnachlässe.
Ursprünglich sollte die Maßnahme die Spritsteuern um 17 Cent pro Liter senken – sowohl für Diesel als auch für Superbenzin. Tatsächlich geben die Tankstellen jedoch nur einen Teil der Ermäßigung weiter. Im Schnitt sank der Dieselpreis lediglich um 4 Cent pro Liter, Superbenzin verbilligte sich um 12 Cent.
Experten führen die geringe Ersparnis bei Diesel auf Deutschlands starke Abhängigkeit von Importen zurück. Diese könnte die Händler daran hindern, die Preise stärker zu senken. Zudem steht die Regelung in der Kritik, weil vor allem einkommensstarke Haushalte profitieren – sie tanken in der Regel mehr und sparen daher mehr.
Trotz der vorübergehenden Preissenkungen hat die Maßnahme den Verbrauch von Diesel und Benzin kaum gedämpft. Die Autofahrer tanken fast genauso viel wie zuvor, was Zweifel an der langfristigen Wirkung der Politik aufkommen lässt.
Zwar bringt der Spritrabatt eine gewisse Entlastung, doch die Ersparnisse fallen von Tankstelle zu Tankstelle unterschiedlich aus. Besonders bei Diesel kommt bei den Verbrauchern nur ein Teil der geplanten Steuererleichterung an. Nun wird zunehmend infrage gestellt, ob die Maßnahme den Spritverbrauch tatsächlich reduziert oder finanziell schwächeren Haushalten spürbar hilft.






