14 April 2026, 22:16

SPD ringt um Steuerreform: Mehrwertsteuer-Erhöhung spaltet die Partei

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für Reiche und Großkonzerne weiter."

SPD ringt um Steuerreform: Mehrwertsteuer-Erhöhung spaltet die Partei

Die SPD bereitet sich darauf vor, ihre Reformpläne auf einer Konferenz an diesem Freitag vorzustellen. Ein zentraler Streitpunkt ist ein Regierungsvorschlag, den regulären Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent anzuheben. Anke Rehlinger, die saarländische Ministerpräsidentin und SPD-Politikerin, hat bereits deutliche Vorbehalte gegen diese Idee geäußert.

Rehlinger lehnt die Erhöhung der Mehrwertsteuer zwar ab, schlägt aber einen Kompromiss vor, der die Maßnahme akzeptabler machen könnte. Als Gegenleistung für den höheren Standardsatz plädiert sie dafür, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von derzeit 7 Prozent zu senken. Zudem fordert sie Steuersenkungen sowie eine Verringerung der Sozialabgaben auf Arbeitseinkommen.

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Ihr Steuerreformkonzept geht noch weiter: Rehlinger unterstützt den Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil, die gemeinsame Veranlagung von Ehepaaren (Ehegattensplitting) abzuschaffen. Gleichzeitig setzt sie sich für eine höhere Erbschaftsteuer ein, um die Staatseinnahmen zu erhöhen und eine gerechtere Besteuerung zu gewährleisten.

Ein weiterer Schwerpunkt von Rehlingers Plan ist die Entlastung bei der Einkommensteuer für den Großteil der Steuerzahler. Ihr Ziel: 95 Prozent der Bürger sollen weniger zahlen, während Spitzenverdiener stärker zur Kasse gebeten werden. Die Vorschläge zielen darauf ab, höhere Staatseinnahmen mit Entlastungen für Gering- und Mittelverdiener in Einklang zu bringen.

Auf der SPD-Konferenz am Freitag werden die Reformprioritäten für die kommenden Monate festgelegt. Rehlingers Ideen – Steuersenkungen für die Mehrheit, höhere Abgaben für Wohlhabende und Anpassungen bei der Mehrwertsteuer – dürften die Debatte prägen. Nun muss die Partei entscheiden, wie sie diese Vorstellungen mit dem Regierungsplan zur Mehrwertsteuererhöhung in Einklang bringt.

Quelle