SPD-Politikerin fordert AfD-Verbot und lehnt jede Zusammenarbeit ab
Philipp ZimmermannSPD-Politikerin fordert AfD-Verbot und lehnt jede Zusammenarbeit ab
Eine führende Vertreterin der SPD hat jede Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD scharf verurteilt. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, lehnte Vorschläge ab, Minderheitsregierungen mit Duldung der AfD zu bilden. Ihre Äußerungen folgten auf Überlegungen des früheren Ministerpräsidenten Torsten Albig, der unter bestimmten Bedingungen eine Kooperation mit der AfD ins Spiel gebracht hatte.
Torsten Albig, der einst Schleswig-Holstein regierte, hatte vorgeschlagen, dass sich Mitte-links-Parteien mit stillschweigender Toleranz der AfD in einer Minderheitsregierung regieren lassen könnten. Seine Aussagen lösten innerhalb der SPD umgehend heftige Kritik aus.
Serpil Midyatlı reagierte entschlossen und bezeichnete die AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. Sie bestehe darauf, dass die Partei „jederzeit und überall“ bekämpft werden müsse. Über die Kritik hinaus forderte sie eine offizielle Prüfung, ob die AfD mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sei.
Midyatlı ging noch einen Schritt weiter und verlangte ein vollständiges Verbot der Partei. Ihre Haltung spiegelt die tiefen Gräben wider, die innerhalb der etablierten Politik darüber bestehen, wie – oder ob überhaupt – mit der erstarkten rechtsextremen Gruppe umgegangen werden soll.
Der Streit zeigt die wachsenden Spannungen innerhalb der SPD über die Rolle der AfD in der deutschen Politik. Midyatlıs Forderung nach einem Verbot und einer verfassungsrechtlichen Überprüfung zieht eine klare rote Linie gegen jede Form der Zusammenarbeit. Die Debatte wird voraussichtlich anhalten, während die Partei ihre Strategie im Hinblick auf kommende Wahlen überdenkt.






