27 March 2026, 18:18

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Fonds für die Zukunft

Alter deutscher Regierungskurs mit rotem Stempel, gedrucktem Text und numerischen Markierungen auf altem Papier.

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Fonds für die Zukunft

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan zur Reform des deutschen Rentensystems vorgelegt, der die Einführung einer kapitalgedeckten Komponente vorsieht. Ihr Vorschlag umfasst die Schaffung eines neuen "Bundesrentenfonds", der in Start-ups und wachsende europäische Unternehmen investieren könnte. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Bundestag kürzlich Änderungen bei privaten Altersvorsorgeprodukten beschlossen hat und die SPD ihre umfassendere Reformagenda vorantreibt.

Der Plan sieht einen schrittweisen Übergang zu einem kapitalgedeckten Rentensystem innerhalb des bestehenden gesetzlichen Rahmens vor. Anfangs wäre der Fonds ein freiwilliges Angebot für betriebliche und private Altersvorsorgepläne. Langfristig soll er jedoch auch die Finanzierung der gesetzlichen Rente unterstützen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Abgeordneten schlagen zudem vor, die regulatorischen Vorgaben für Versicherer und Pensionsfonds zu lockern, um ihnen mehr Spielraum für Investitionen in Start-ups zu geben. Ihr Konzept fügt sich in die Reformstrategie von SPD-Chef Lars Klingbeil ein und setzt einen besonderen Fokus auf die Förderung junger Unternehmen.

Ein zentraler Baustein des Plans ist die Ausweitung der WIN-Initiative, einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Dessen Finanzierungsziel wurde von 12 auf 25 Milliarden Euro bis 2030 angehoben. Die Reformen umfassen erleichterte Investitionsregeln, Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung sowie einen besseren Zugang für PrivatInvestoren zu Wachstumsunternehmen. Die ersten Mittel aus der WIN-Initiative flossen ab März 2026, wobei zusätzlich eine Milliarde Euro dem Deutschlandfonds und dem Wachstumsfonds II für Start-up-Investitionen zugewiesen wurde.

Sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden, könnte die WIN-Initiative bis 2030 ein Volumen von 25 Milliarden Euro für Start-up-Finanzierungen erreichen. Der neue Rentenfonds würde bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder Unternehmen stecken, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Die Änderungen zielen darauf ab, die Investitionen in junge Unternehmen zu stärken und gleichzeitig das deutsche Rentensystem zukunftsfest zu machen.

Quelle