SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig
Zum Monatsende stellt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig ein – nach mehr als einem Jahrhundert. Grund für die Schließung ist die ausbleibende finanzielle Unterstützung. Ehrenamtliche und Mitarbeiterinnen blieben bis zuletzt engagiert.
Jahrzehntelang bot der SkF in der Stadt Schwangerschafts- und Familienberatung an. Allein im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien das Angebot, während 89 Familien an präventiven Programmen teilnahmen. Projekte wie „Elternsein üben mit Babysimulatoren“ oder „Frühe Hilfen“ müssen nun eingestellt werden.
Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Schwangerschaftsberatung am bisherigen Standort in der Kasernenstraße 30. Karen Vogel, die heutige Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt in Teilzeit unter dem neuen Träger beschäftigt. Für die beiden anderen Projekte konnten jedoch noch keine neuen Anbieter gefunden werden.
Heike Willner, Vorsitzende des örtlichen SkF-Vereins, bedankte sich bei Spendern und Stiftungen für ihre Unterstützung, darunter die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stiftung Großes Waisenhaus. Sie zeigt sich weiterhin gesprächsbereit, um die weiteren Angebote langfristig zu sichern.
Mit der Schließung der Beratungsstelle löst sich auch der lokale SkF-Verein in Braunschweig auf. Der Caritasverband stellt sicher, dass die Schwangerschaftsberatung nahtlos weitergeführt wird. Die Zukunft der übrigen Programme bleibt vorerst ungewiss.
