Sechsmal Berlin-Halbmarathon: Wie E. Tradition und Solidarität verbindet
Philipp ZimmermannSechsmal Berlin-Halbmarathon: Wie E. Tradition und Solidarität verbindet
Der Berlin-Halbmarathon fand auch in diesem Jahr wieder statt und zog Läufer aus dem ganzen Land an. Unter ihnen war E., die zum sechsten Mal an der Startlinie in der Flughafenstraße stand. Sie war nicht nur wegen des Rennens dort, sondern auch, um Spenden für Sea-Watch zu sammeln – eine Organisation, die sie seit Jahren unterstützt.
E. traf früh ein, wärmte sich in einer dünnen roten Jacke auf, die ich ihr geschenkt hatte. Die Strecke über 21,098 Kilometer ist seit 2024 Teil der SuperHalfs-Serie und zieht sowohl erfahrene Läufer als auch Neulinge an.
Trotz Müdigkeit hatte sie noch Energie für eine weitere Runde. Ihre Freunde kommen jedes Jahr, um sie anzufeuern – ob bei einem Picknick auf dem Tempelhofer Feld oder, wenn das Wetter sie zwingt, in geschlossenen Räumen. Während sie sich vorbereitete, lag Musik in der Luft: Rosalías Stimme sang "Ihr Zorn ist mein Zorn, ihre Liebe ist meine Liebe, ihr Blut ist mein Blut", vermischt mit den Geräuschen der Stadt.
Als ich die Flughafenstraße erreichte, erklang in einem Video über das Berghain die Stimme von Björk – eine weitere Facette der vielschichtigen Atmosphäre. Für E. ist dieser Halbmarathon längst zur Tradition geworden, der sie mit Entschlossenheit und einem klaren Ziel angeht.
E. beendete ihren sechsten Berlin-Halbmarathon und setzte damit ihre jährliche Unterstützung für Sea-Watch fort. Ihre Freunde feierten ihren Erfolg, wie jedes Jahr. Das Rennen bleibt ein Höhepunkt in ihrem Kalender – eine Verbindung aus Sport, Solidarität und der Energie Berlins.






