Schulleiterin lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmkurse aus politischen Gründen ab
Miriam HoffmannSchulleiterin lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmkurse aus politischen Gründen ab
Eine Schulleiterin in Bremerhaven hat eine Spende von 150 Euro von Jan Timke für Schwimmkurse von Kindern abgelehnt – aus politischen Gründen. Die Entscheidung löste Kritik des Politikers aus. Timke, Abgeordneter der Bremer Bürgerschaft, hatte das Geld angeboten, nachdem er erfahren hatte, dass der Schule die Mittel fehlen.
Erst durch einen Bekannten war Timke auf die finanzielle Lücke aufmerksam geworden. Daraufhin bot er an, die 150 Euro zu übernehmen, damit die Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen könnten. Die Schulleiterin lehnte die Spende jedoch mit Verweis auf politische Bedenken ab.
Timke warf ihr daraufhin vor, persönliche Ansichten über die Bedürfnisse der Kinder zu stellen. Zudem argumentierte er, dass sie als Beamtin politisch neutral bleiben müsse. Nach der Absage schickte die Schulleiterin die 150 Euro an Timke zurück und teilte ihm mit, ein anderer Spender sei gefunden worden.
Später rief Timke gemeinnützige Organisationen in Bremerhaven dazu auf, sich bei ihm zu melden, falls sie die 150 Euro gebrauchen könnten. Der Politiker gehört der Partei Bündnis Deutschland an, die nur in der Bremer Bürgerschaft vertreten ist. Ursprünglich hatte er die Protestgruppe Bürger in Wut gegründet, die 2023 in Bündnis Deutschland aufging.
Die Entscheidung der Schulleiterin führte dazu, dass die Spende zurückgegeben und ein alternativer Geldgeber gefunden wurde. Timkes Kritik richtete sich gegen die angebliche politische Voreingenommenheit der Schulleiterin. Der Vorfall wirft erneut die Debatte über politische Neutralität in öffentlichen Einrichtungen auf.






