Salzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt klare Bauvorschriften ab
Ben HofmannSalzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt klare Bauvorschriften ab
Ein Antrag zur Zulassung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat mit großer Mehrheit abgelehnt worden. Die von der DiBo-Fraktion eingebrachte Vorlage zielte auf klarere Regelungen für den Bau dieser kompakten Wohnformen ab. Nur zwei Ratsmitglieder stimmten dafür – eine offizielle Begründung für die Entscheidung blieb aus.
Die DiBo-Gruppe, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, hatte zuverlässige Baugenehmigungen für Tiny Houses gefordert. Ihr Antrag sollte die kleinen Häuser mit festen Bauvorschriften in die Flächennutzungspläne Salzgitters integrieren.
Die Fraktion argumentierte, Tiny Houses könnten älteren Menschen einen bezahlbaren Umzug in kleinere Wohnverhältnisse ermöglichen. Viele dieser Häuser sind barrierefrei und ersparen so teure Umbaumaßnahmen. Zudem schlug die Gruppe vor, dass der Verkauf größerer Immobilien an junge Familien die finanzielle Belastung der Stadt im Bereich der Seniorenbetreuung verringern könnte.
Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Vorschlag ab. Rechtliche Hürden erschweren bereits jetzt den Bau von Tiny Houses – selbst auf Privatgrund. Ohne Unterstützung wird es keine Änderungen an den bestehenden Vorschriften geben.
Die Ablehnung lässt Tiny Houses in Salzgitter weiterhin in einer rechtlichen Grauzone. Ältere Bürger, die in kleinere Wohnformen umziehen möchten, sehen sich nach wie vor mit Hindernissen konfrontiert. Die Flächennutzungspläne der Stadt bleiben vorerst unverändert.






