24 May 2026, 08:16

Rossinis Reise nach Reims glänzt mit Akrobatik und prunkvollem Spektakel

"Il viaggio a Reims" in Salzburg: Eine komplett übertriebene, turbulente Revue

Rossinis Reise nach Reims glänzt mit Akrobatik und prunkvollem Spektakel

Eine atemberaubende Neuinszenierung von Die Reise nach Reims begeistert mit Glanz und Spektakel

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Mit prunkvollem Aufwand und Esprit hat eine strahlende neue Produktion von Die Reise nach Reims die Bühne erobert. Die Opera buffa, 1825 zur Krönung von König Karl X. komponiert, entfaltet sich in einem üppigen Hotelsetting. Das Publikum erlebte Pistolen, die abgefeuert wurden, eine in Flammen stehende Harfe und Sänger, die mitten in einer Arie atemberaubende akrobatische Kunststücke vollführten.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen Gäste aus der High Society, die sich im Hotel Goldene Lilie in der französischen Provinz versammeln. Vierzehn Sänger – jeder mit außergewöhnlicher Ausdauer – bringen die chaotische und komödiantische Handlung zum Leben. Cecilia Bartoli glänzt als Corinna und liefert eine atemberaubende Vorstellung virtuoser Koloratur-Kunststücke, die das Publikum elektrisierte.

Das Bühnenbild, gestaltet von Rufus Didwiszus, rekonstruiert detailgetreu eine prunkvolle Hotellobby, einen Flur und einen Speisesaal. Victoria Behrs opulente Fantasiekostüme steigern den visuellen Überfluss und verbinden Humor mit üppigem Prunk. Gianluca Capuano dirigiert das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco und sorgt so für ein authentisches Musikerlebnis.

Marina Viotti überzeugt als Gräfin Melibea, während Mélissa Petit als Gräfin di Folleville bezaubert. Ihre Darbietungen, kombiniert mit den energiegeladenen Einfällen des Ensembles, halten die Produktion von Anfang bis Ende lebendig und unberechenbar.

Diese Wiederbelebung von Die Reise nach Reims vereint gesangliche Brillanz, körperlichen Wagemut und theatralisches Spektakel. Die Mischung aus Akrobatik, Pyrotechnik und historisch getreuer Musik bietet einen frischen Blick auf Rossinis Klassiker. Das Publikum verlässt den Saal mit der Erinnerung an eine Aufführung, die ebenso visuell überwältigend wie musikalisch meisterhaft ist.

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