04 April 2026, 20:15

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost Bat als Deutschlands neues Kampfflugzeug an

Deutsches Weltkriegs-Propagandaplakat mit mehreren Kampfflugzeugen in der Luft und Text über ihre Fähigkeiten.

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost Bat als Deutschlands neues Kampfflugzeug an

Rheinmetall und Boeing schlagen MQ-28 Ghost Bat als Deutschlands nächstes Collaborative Combat Aircraft (CCA) vor

Der Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall hat sich mit dem US-Luftfahrtunternehmen Boeing zusammengeschlossen, um die Drohne MQ-28 Ghost Bat als Deutschlands nächstes unbemanntes Kampfflugzeug im Verbund mit bemannten Systemen (CCA) anzubieten. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Frist der deutschen Luftwaffe für die Einführung eines unbemannten Kampfsystems bis 2029 einzuhalten. Beide Unternehmen sehen in der Drohne einen zentralen Baustein für zukünftige Luftoperationen.

Der Schritt folgt auf frühere Gespräche zwischen Rheinmetall und führenden US-Rüstungskonzernen, darunter Boeing und Lockheed Martin, über eine mögliche Zusammenarbeit im CCA-Bereich. Diese Verhandlungen waren erstmals im August 2025 öffentlich geworden.

Die MQ-28 Ghost Bat hat bereits mehr als 150 Testflüge erfolgreich absolviert. Konzipiert als Begleiter bemannter Kampfflugzeuge, kann sie in hochriskanten Umgebungen als Kraftverstärker eingesetzt werden. Ihr modularer Aufbau ermöglicht ein breites Aufgabenspektrum – von Aufklärung und elektronischer Kriegsführung bis hin zum Einsatz von Bewaffnung.

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Rheinmetall wird für die Integration des Systems in Deutschland verantwortlich sein und dabei Betrieb, Wartung sowie Logistik steuern. Die Rolle des Unternehmens soll sicherstellen, dass die Drohne den Anforderungen der Luftwaffe in puncto Kompatibilität und Unterstützung gerecht wird.

Die Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund früherer Kritik an Rheinmetall, ausgelöst durch Äußerungen von Vorstandschef Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenindustrie. Das Unternehmen hatte daraufhin in einer Stellungnahme die Bemühungen der Ukraine zur Verteidigung gegen die russische Aggression anerkannt.

Papperger hatte zuvor angedeutet, dass Deutschland etwa 400 CCA-Systeme benötigen könnte. Die MQ-28 Ghost Bat, die bereits von verbündeten Nationen genutzt wird, könnte – falls ausgewählt – zu einem Kernstück der zukünftigen Kampfflotte des Landes werden.

Die deutsche Luftwaffe plant, bis 2029 ein CCA in Dienst zu stellen. Mit ihrem Vorschlag bieten Rheinmetall und Boeing ein erprobtes, autonomes System, das die luftgestützten Kampffähigkeiten Deutschlands deutlich erweitern könnte. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die Drohne Teil der nächsten Generation der deutschen Verteidigungstrategie wird.

Quelle