René Springer bleibt AfD-Chef in Brandenburg – mit klarem Ziel für 2029
Ben HofmannAfD-Landesvorsitzender Springer in Brandenburg bestätigt - René Springer bleibt AfD-Chef in Brandenburg – mit klarem Ziel für 2029
René Springer ist als Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg für eine weitere zweijährige Amtszeit wiedergewählt worden. Er erhielt 82,3 Prozent der Stimmen der Mitglieder – ein leicht besserer Wert als die 82,1 Prozent bei der vorherigen Wahl.
Springer führt die Alternative für Deutschland (AfD) in Brandenburg seit 2024 an. Seine Wiederwahl fällt in eine Phase, in der die Partei in der Region weiter an Einfluss gewinnt.
Die politische Landschaft in Brandenburg hat sich seit der Landtagswahl 2019 deutlich verändert. Nach Jahren einer SPD-Grünen-Linken-Koalition (2019–2024) bildete die SPD später eine Regierung mit dem BSW, die jedoch im Januar 2026 aufgrund von Überläufen zerbrach. Seit März 2026 regiert eine SPD-CDU-Koalition, bekannt als Rot-Schwarz, die auf die Unzufriedenheit der Wähler und den wachsenden Zuspruch für die AfD reagieren soll.
Die aktuelle Regierung unter Führung von SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke und CDU-Innenminister Jan Redmann hat Maßnahmen ergriffen, um der AfD entgegenzuwirken. Dazu gehören Bildungsreformen wie die Einstellung von 250 neuen Lehrkräften und der Ausbau des Deutschunterrichts sowie ein strenger Sparplan zur Haushaltskonsolidierung. Aktuelle Daten aus Kommunalwahlen zeigen, dass die AfD zwar stark bleibt, aber nicht dominiert: In einigen Kreisen liegt die SPD vorn (etwa mit 23,9 Prozent der Zweitstimmen gegenüber 12,9 Prozent für die CDU und 16,1 Prozent für das BSW).
Springer hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl 2029. Gelänge dies, könnte die AfD Brandenburg allein regieren – ohne Koalitionspartner.
Seine Wiederwahl festigt die Position der AfD in Brandenburg im Vorfeld der Wahl 2029. Die Strategie der Partei zielt nun darauf ab, genug Unterstützung für eine Alleinregierung zu sichern. Gleichzeitig setzt die SPD-CDU-Koalition ihre Bemühungen fort, den Einfluss der AfD durch politische Weichenstellungen und finanzielle Reformen einzudämmen.






