Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Nina SchulzProteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um die Schließung der Gladiator Fight Academy zu fordern. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen das Fitnessstudio, dem vorgeworfen wird, Verbindungen zur rechtsextremen Szene und zu Gewalt zu unterhalten. „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ skandierten vor allem junge Aktivistinnen und Aktivisten, die ihre Besorgnis zum Ausdruck brachten.
Im Fokus der Proteste stand die Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Treffpunkt für rechtsextreme Vernetzung und Rekrutierung anprangern. Zu den zentralen Mitgliedern zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, einer Gruppe mit Bezügen zu extremistischen Kreisen. Ein weiterer Akteur im Umfeld des Studios ist Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden.
Erst kürzlich veranstalteten die Betreiber des Studios in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series und zogen damit ein Publikum mit mutmaßlichen rechtsextremen Bezügen an. Bei der Veranstaltung waren auch die AfD-Kandidaten Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß zugegen – was die Sorgen über die politische Ausrichtung der Akademie weiter schürte.
Hans Krüger, ein lokaler Anhänger von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer im Studio, tritt ebenfalls bei dessen Kämpfen an. Obwohl sich die Akademie als reine Sporteinrichtung präsentiert, werfen Ermittler und Aktivisten ihr vor, eine Kultur der Gewalt und Diskriminierung zu fördern. Schlüsselfiguren seien dabei in männlich dominierte extremistische Netzwerke eingebunden.
Die Demonstration unterstrich den wachsenden öffentlichen Widerstand gegen die Gladiator Fight Academy und ihre angebliche Rolle in rechtsextremen Aktivitäten. Die Organisatoren von Daumen runter forderten weitere Maßnahmen, um zu verhindern, dass das Studio im Stadtteil weiter betrieben wird. Bislang haben die Behörden auf die Forderungen nach einer Schließung noch nicht reagiert.






