07 June 2026, 14:14

Protest gegen Windräder im Thüringer Wald: Bürger wehren sich gegen Fachplan W 14

Über 200 Bürger informieren sich über das Windvorranggebiet W14 auf dem Salzunger Berg

Protest gegen Windräder im Thüringer Wald: Bürger wehren sich gegen Fachplan W 14

Über 200 Anwohner versammelten sich am 3. Juni in Weilar, um ihre Bedenken gegen ein geplantes Windenergieprojekt zu äußern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Vorranggebiet W 14, das Teil des aktuellen Windenergie-Fachplans für Südwestthüringen ist. Die Organisatoren betonten, dass es sich um eine rein informative Veranstaltung handele, die dazu diene, die Pläne zu erläutern und den Bürgern bei der Einreichung formaler Einwände zu helfen.

Die Veranstaltung begann mit einem Appell der Bürgerinitiative Stadtlengsfeld für Waldschutz. Ihr Motto „Über den Wipfeln klingt’s – keine Windräder im Wald!“ gab den Ton für die anschließenden Diskussionen vor. Rita Langer, Sprecherin der Initiative, begrüßte die Teilnehmer, darunter Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk sowie Udo Schilling, den Ersten Beigeordneten des Wartburgkreises.

Langer verwies auf frühere Erfolge der Initiative, etwa die Streichung des Windvorranggebiets W 4 Bornkopf, das im März 2026 aus dem zweiten Entwurf des Fachplans entfernt worden war. Sie skizzierte die Sorgen bezüglich des Gebiets W 14, darunter Risiken für geschützte Arten, Waldökosysteme sowie mögliche Belastungen durch Schattenschlag und Infraschall. Die Initiative rief die Kommunalvertretungen auf, bis zum 14. Juli 2026 schriftliche Einwände einzureichen.

Weilars Bürgermeister Harald Fey lobte die hohe Beteiligung als Zeichen einer lebendigen lokalen Demokratie. Der aktuelle Fachplan sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt rund 7.483 Hektar in Südwestthüringen umfassen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bürger haben noch bis zum 14. Juli 2026 Zeit, gegen das Vorhaben W 14 Einspruch einzulegen. Die Initiative drängt weiterhin darauf, dass die Gemeinderäte offiziell Stellung bei der Regionalplanungsbehörde in Suhl beziehen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Windkraftanlagen wie geplant umgesetzt werden oder einer weiteren Prüfung unterzogen werden.

Quelle