Porsche plant radikale Umstrukturierung mit Stellenabbau und Produktionsverlagerung
Ben HofmannPorsche plant radikale Umstrukturierung mit Stellenabbau und Produktionsverlagerung
Porsche bereitet umfangreiche Änderungen in Produktion und Belegschaft vor. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume wird im Oktober ein Umstrukturierungsprogramm vorstellen, um die Überkapazitäten an den deutschen Standorten abzubauen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Effizienz in allen Werken zu steigern.
Die Werke in Stuttgart-Zuffenhausen und die SUV-Fabrik in Leipzig laufen derzeit unterausgelastet. Um gegenzusteuern, verlagert Porsche die gesamte Produktion des Cayenne von Bratislava nach Leipzig – inklusive aller Antriebsvarianten des Modells.
Darüber hinaus plant das Unternehmen, bis August 200 Stellen durch freiwillige Aufhebungsverträge abzubauen. Weitere Kürzungen könnten folgen, wobei am Stammsitz und im Entwicklungszentrum Stellen im niedrigen vierstelligen Bereich betroffen sein dürften. Bis zu 400 Mitarbeiter könnten im Rahmen der Anpassungen vorübergehend an das Volkswagen-Werk in Wolfsburg abgeordnet werden.
Damit der Plan umgesetzt werden kann, müssen die Arbeitnehmervertreter Lohnkürzungen zustimmen. Die Restrukturierung soll die langfristige Nutzung des sächsischen Porsche-Werks sichern.
Die Änderungen bündeln die Cayenne-Produktion in Leipzig und senken die Personalkosten. Porsche erwartet, dass diese Schritte die Betriebsabläufe stabilisieren und die aktuellen Überkapazitäten abbauen. Die finalen Details wird Blume im Oktober bekannt geben.
