22 March 2026, 00:23

Porsche bremst E-Auto-Pläne: Verbrenner bleiben länger im Programm

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Porsche bremst E-Auto-Pläne: Verbrenner bleiben länger im Programm

Porsche hat seine Pläne zur Elektrifizierung zurückgeschraubt und das Ziel verschoben, bis 2030 fast ausschließlich Elektrofahrzeuge anzubieten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund finanzieller Belastungen des Unternehmens, das mit stark rückläufigen Gewinnen und deutlich gesunkenen Absatzzahlen in wichtigen Märkten zu kämpfen hat. Auch die gestiegenen Energiekosten und die wirtschaftliche Unsicherheit haben die Entscheidung beeinflusst.

Die finanziellen Schwierigkeiten des Automobilherstellers traten 2025 deutlich zutage, als der operative Gewinn um 92,7 Prozent auf nur noch 413 Millionen Euro einbrach. Die Gesamtauslieferungen sanken um 10,1 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge, wobei die Verkäufe in China allein um 26 Prozent zurückgingen. Hohe Elektrifizierungskosten, ein begrenztes Angebot an rein batteriebetriebenen Fahrzeugen (BEV) und eine schwache Nachfrage trugen zum Rückgang bei. Porsche rechnet nun damit, dass 2026 nur noch 24 bis 26 Prozent der Verkäufe auf voll-elektrische Modelle entfallen werden.

In den letzten Monaten sind die Preise für Brent-Rohöl um 27 Prozent gestiegen, was den Druck auf die Unternehmensstrategie weiter erhöht hat. Die jüngste Inflationsprognose der Europäischen Zentralbank für 2026 – nun bei 2,6 Prozent – erschwert zudem die langfristige Planung. Der Aktienkurs von Porsche erreichte kürzlich ein 52-Wochen-Tief und spiegelt damit die Sorgen der Anleger wider.

Als Reaktion darauf wird das Unternehmen die Produktionsdauer seiner Modelle mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb verlängern, darunter der Panamera und der Cayenne. Mit dieser Anpassung soll der Umsatz stabilisiert werden, während sich der Markt anpasst. Die Verkäufe hochpreisiger Hybridfahrzeuge in Europa und China werden in diesem Jahr entscheidend für die Gewinnmargen sein.

Porsche betont zwar, weiterhin zur Elektrifizierung verpflichtet zu sein, geht den Weg nun aber schrittweiser an. Die Entscheidung unterstreicht zudem die branchenweiten Herausforderungen, etwa bei der Batterietechnologie, der Ladeinfrastruktur und der Rohstoffknappheit.

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Die überarbeitete Strategie sieht vor, dass Porsche Verbrenner-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge länger parallel im Programm behält. Diese Anpassung soll die Gewinne in einem instabilen Markt schützen, ohne den Kurs in Richtung Elektrifizierung vollständig aufzugeben. Die nächsten Schritte des Unternehmens hängen von der Absatzentwicklung und den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.

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