07 June 2026, 00:17

Oldenburgs neues Museum auf der Museumsinsel verbindet Vergangenheit und Zukunft der Stadt

Ein kontaktloser Ort für alle

Oldenburgs neues Museum auf der Museumsinsel verbindet Vergangenheit und Zukunft der Stadt

Oldenburg eröffnet neues Museumsgebäude auf der Museumsinsel und bereichert sein Kulturviertel

Auf der Museumsinsel in Oldenburg ist ein neues Museumsgebäude eröffnet worden. Der vierstöckige Bau, entworfen von den Architekturbüros GME und JES, besticht durch eine hellgraue Klinkerfassade. Im Inneren laden Ausstellungen die Besucher ein, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen: Was ist eine Stadt? und Wer gestaltet eine Stadt?

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Das Museum verbindet historische und moderne Elemente. Zu sehen sind vertraute Objekte aus Oldenburgs Vergangenheit, darunter ein Neon-Schild der Fleischerei Monse und ein Eintrittsticket von einem Nirvana-Konzert. Ein Musikautomat spielt zudem Lieder mit Bezug zur Stadt und bietet eine spielerische Interpretation der lokalen Hymne.

Doch das Haus ist mehr als nur ein Ausstellungsort – es soll als dritter Ort fungieren, ein Raum, in dem Menschen entspannen, sich unterhalten oder sogar ein Nickerchen machen können. Eintritt wird nur für die Galeriebereiche verlangt, der Rest steht allen offen. Der SPD-Stadtrat Ulf Prange, der bald Bürgermeister Jürgen Krogmann ablösen wird, hat es so beschrieben – auch wenn die Bezeichnung nicht perfekt passt.

Die Museumsinsel selbst ist ein kleines Viertel in Oldenburg. Bereits jetzt beherbergt sie das Horst-Janssen-Museum sowie zwei historische Villen. Vor dem Neubau ist ein Platz geplant, sobald der Bau eines nahegelegenen Hauptsitzes abgeschlossen ist.

Das Museum regt auch zum Nachdenken über Oldenburgs Zukunft an. Interaktive Elemente laden dazu ein, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie sich die Stadt entwickeln könnte und welche Rolle die Bürger dabei spielen.

Das Projekt entsteht nach zwölf Jahren Amtszeit von Bürgermeister Krogmann – einer Phase, in der urbaner Raum nicht konsequent von der autogerechten Planung zurückerobert wurde. Das neue Museum steht nun als kultureller Knotenpunkt, der sowohl Einheimische als auch Touristen einlädt, sich mit der Vergangenheit der Stadt auseinanderzusetzen und über ihre Zukunft nachzudenken. Mit seiner Mischung aus Geschichte, Musik und offenen Räumen bietet es eine frische Perspektive auf Oldenburg.

Quelle