Niedersachsen passt Windkraft-Flächen an – 80 Gebiete bleiben nach Bürgerprotesten
Nina SchulzNiedersachsen passt Windkraft-Flächen an – 80 Gebiete bleiben nach Bürgerprotesten
Niedersachsen hat strenge gesetzliche Vorgaben für den Ausbau der Windenergie an Land festgelegt. Die Region Braunschweig muss nun bis 2027 2,46 Prozent ihrer Fläche für Windkraft ausweisen, mit einem weiteren Ziel für 2032. Nach einer öffentlichen Anhörung wurde ein überarbeiteter Entwurf für die Windvorranggebiete veröffentlicht.
Die aktuellen Vorrangflächen decken bereits etwa 2,9 Prozent der Gesamtfläche der Region ab und übertreffen damit die Anforderung für 2027 von 12.500 Hektar. Dennoch gab es Anpassungen am ursprünglichen Entwurf: Acht Vorranggebiete wurden gestrichen, sodass die Zahl von 88 auf 80 sinkt. Zudem wurden 56 der vorgeschlagenen Zonen aufgrund neuer Erkenntnisse und Bürgerbeteiligung überarbeitet.
Zu den Änderungen gehört die Streichung eines großen Gebiets zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen. Gleichzeitig wurde ein neues Areal südlich von Kirchberg bei Seesen aufgenommen. Kommunen können über eine freiwillige Öffnungsklausel zusätzlich Flächen bereitstellen, um das Ziel für 2032 zu erreichen.
Der überarbeitete Plan berücksichtigt sowohl rechtliche Vorgaben als auch die Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Die Region bleibt auf Kurs, ihre Windenergieziele zu erfüllen, wobei weitere Anpassungen möglich sind. Die endgültige Festlegung der Gebiete wird die Entwicklung der erneuerbaren Energien in der Region für die kommenden Jahre prägen.






