Niederberg Süd-Ost wird zum lebendigen Kreativquartier mit lokalem Flair
Philipp ZimmermannNiederberg Süd-Ost wird zum lebendigen Kreativquartier mit lokalem Flair
Die Stadt hat die volle Kontrolle über das Gelände Niederberg Süd-Ost übernommen – ein ausgedehntes, 120.000 Quadratmeter großes Areal im Stadtteil Dicksche Heide. Nun laufen die Pläne, daraus ein lebendiges Kreativquartier mit Unternehmen, lokalen Läden und Gastronomie zu machen. Das Projekt basiert auf jahrelangen Vorbereitungen, darunter ein 2025 verabschiedeter Masterplan sowie frühere Konzepte aus dem Jahr 2019.
Offiziell erworben hatte die Stadt das gesamte Gelände Niederberg Süd-Ost bereits im März 2023. Dazu gehörten auch die verbleibenden Grünflächen, Straßen und mehrere denkmalgeschützte Bauwerke wie historische Fördergerüste. Ein entscheidender Schritt gelang mit dem Aufhebungsvertrag, den die Stadt mit der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) für den nördlichen Bereich schloss. Dadurch wurde die RAG MI von ihren städtebaulichen Verpflichtungen entbunden – der Weg für die städtischen Pläne war frei.
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, das 2025 finalisiert wurde, bildete die Grundlage für die Finanzierungssicherung. Dennoch werden nicht alle Bauwerke erhalten bleiben: Das nicht unter Denkmalschutz stehende Fördergerüst Schacht 1 etwa kann wegen der hohen Instandhaltungskosten nicht gerettet werden – allein die Sanierung eines solchen Gerüsts würde über eine Million Euro kosten. Da Fördermittel nur für einen Turm zur Verfügung stehen, plant die Stadt, die geerbten denkmalgeschützten Objekte weiterzuveräußern.
Der Masterplan für das Kreativquartier wurde in diesem Jahr verabschiedet und greift Ideen auf, die bereits 2019 gemeinsam mit der Ruhrstadt-Stiftung und dem Stadtplaner Jürgen Tempelmann entwickelt wurden. Ziel ist ein gemischt genutztes Viertel, das lokale Unternehmen, Einzelhandel und Gastronomie fördert.
Mit dem vollständigen Besitz des Geländes und einer klaren Entwicklungsstrategie treibt die Stadt ihre Vision für Niederberg Süd-Ost voran. Das Kreativquartier soll das industrielle Erbe neu nutzen und gleichzeitig moderne Gewerbe- und Sozialflächen schaffen. Trotz finanzieller Grenzen, die den Verkauf einiger Bauwerke erfordern, bleibt das Projekt auf Kurs für die Umwandlung.






