24 May 2026, 18:15

Neue Karten zeigen ungenutztes Geothermie-Potenzial in Niedersachsen auf

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Neue Karten zeigen ungenutztes Geothermie-Potenzial in Niedersachsen auf

Neue Kartenserie soll Tiefengeothermie in Niedersachsen erschließen

Eine neue Kartenserie soll dabei helfen, das Potenzial der Tiefengeothermie in Niedersachsen zu erschließen. Das vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) geleitete Projekt unterstützt Kommunen und Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Standorten für die Förderung. Fachleute gehen davon aus, dass die Region über ungenutzte Ressourcen verfügt – hohe Kosten und Risiken haben die Erschließung bisher jedoch gebremst.

Im Fokus der Karten stehen uralte Gesteinsschichten der Exter-Formation aus der Keuper-Zeit, die über 200 Millionen Jahre alt sind. Diese Lagerstätten liegen in Tiefen von bis zu 2.600 Metern, wo Temperaturen von über 100 Grad Celsius herrschen – ideal für die geothermische Nutzung. Für die Erstellung der Serie wurden Daten aus mehr als 1.100 Tiefenbohrungen in ganz Niedersachsen ausgewertet.

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Tiefengeothermische Systeme umfassen in der Regel Bohrungen, die tiefer als 400 Meter reichen, wobei die meisten deutschen Anlagen zwischen 2.000 und 3.500 Meter tief sind. Die Technologie funktioniert, indem Thermalwasser aus Sandsteinschichten gefördert und die Wärme über oberirdische Wärmetauscher nutzbar gemacht wird. Die Nachfrage nach solchen Systemen steigt bei Kommunen, Versorgern und energieintensiven Industrien.

Die Karten sind nun online abrufbar, zusammen mit weiteren Informationen zur Geothermie. Der Geothermische Dienst des LBEG (NGD) hat die Serie entwickelt, um Erkundungsrisiken zu verringern und Investitionsentscheidungen zu erleichtern. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Instrument den Umstieg der Region auf nachhaltige Wärmeversorgung beschleunigt.

Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Tiefengeothermie für die Energiewende in Niedersachsen an Bedeutung gewinnt. Durch die Identifizierung vielversprechender Standorte sollen Hürden für Projektentwickler und Investoren abgebaut werden. Weitere Details sind auf der Website des LBEG verfügbar.

Quelle