05 June 2026, 19:10

Meineidsverfahren gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer und Staatssekretär Schulz eingeleitet

Grüne fordern, dass CSU sich mit der Mautaffäre auseinandersetzt

Meineidsverfahren gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer und Staatssekretär Schulz eingeleitet

Ein Berliner Gericht hat Anklagen wegen Meineids gegen den ehemaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und seinen früheren Staatssekretär Gerhard Schulz vorangetrieben. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ihre Aussage vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum gescheiterten deutschen Pkw-Maut-Projekt. Die Grünen werfen der CSU nun vor, die politischen Folgen des Skandals nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben.

Das Landgericht Berlin muss nun entscheiden, ob Scheuer vor den Abgeordneten falsch ausgeschworen hat. Schulz, der unter Scheuer als Staatssekretär amtierte, sieht sich demselben Vorwurf ausgesetzt. Beide bestreiten die Vorwürfe und weisen jede Schuld von sich.

Das von Scheuer als CSU-Verkehrsminister vorangetriebene Mautvorhaben scheiterte nach juristischen und technischen Problemen. Kritiker bemängeln, dass dabei Millionen an Steuergeldern verschwendet wurden. Irene Mihalic, parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, warf Scheuer vor, dem Land „erheblichen Schaden“ zugefügt zu haben.

Die Grünen, die die Maut-Pläne zunächst unterstützten und sie 2017 sogar in ihr Wahlprogramm aufnahmen, fordern nun von der CSU eine vollständige Aufarbeitung. Mihalic kritisierte, die Partei habe die Affäre nicht angemessen aufgeklärt und zentrale Fragen offen gelassen.

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Die Gerichtsentscheidung wird zeigen, ob Scheuer und Schulz wegen Meineids belangt werden. Unterdessen wächst der politische Druck auf die CSU weiter. Das Verfahren könnte eine erneute Prüfung des Maut-Desasters und seiner finanziellen Folgen nach sich ziehen.

Quelle