Mediashop GmbH kämpft nach Insolvenz um Überlebenschance mit 51 Millionen Schulden
Philipp ZimmermannMediashop GmbH kämpft nach Insolvenz um Überlebenschance mit 51 Millionen Schulden
Mediashop GmbH vor ungewisser Zukunft nach Insolvenzantrag
Die in Neunkirchen ansässige Handelsgesellschaft Mediashop GmbH mit rund 160 Beschäftigten steht nach der Insolvenzanmeldung im Februar 2026 vor einer ungewissen Zukunft. Mit Schulden in Höhe von 51,55 Millionen Euro kämpft das Unternehmen nun um eine Rettungslösung, während Investoren und die Hausbank sich über zentrale Konditionen nicht einigen können.
Das Insolvenzverfahren wurde zu Beginn dieses Jahres eingeleitet, nachdem Mediashop offiziell Zahlungsschwierigkeiten gemeldet hatte. Seither arbeitet der Insolvenzverwalter Michael Lentsch mit potenziellen Investoren an einer tragfähigen Lösung. Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Zukunft des Firmenhauptsitzes.
Das betroffene Grundstück umfasst 6.566 Quadratmeter, darunter ein 2018 fertiggestelltes Gebäude mit 2.670 Quadratmetern Nutzfläche. Mediashop hält derzeit ein Erbbaurecht und zahlt dafür jährlich knapp 14.000 Euro Erbbauzins – und das bis 2078. Die Bank jedoch belastet das Gelände mit einer Grundschuld von bis zu 5,5 Millionen Euro, wobei die tatsächliche Restschuld bei 3,9 Millionen Euro liegt.
Noch in dieser Woche wird eine Entscheidung über den Verkauf der Betriebsvermögen und des Erbbaurechts erwartet. Während das Unternehmen einst rund 160 Mitarbeiter beschäftigte, sind aktuell nur noch 30 angestellt. Pläne zum Wiederaufbau der Belegschaft wurden zwar erwähnt, doch das Ergebnis hängt von den laufenden Verhandlungen ab.
Investoren und Bank konnten sich bisher nicht auf eine Übernahme des Hauptsitzes verständigen. Ohne eine Einigung bleibt das Überleben des Unternehmens fraglich. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Mediashop eine Rettung gelingt. Sollte der Verkauf der Vermögenswerte und des Erbbaurechts zustande kommen, könnte sich das Unternehmen stabilisieren und mit der Neueinstellung von Personal beginnen. Bis dahin hängt die Zukunft der verbleibenden 30 Mitarbeiter – und der gesamten Belegschaft – vom Ausgang dieser Gespräche ab.






