Massiver Protest in Hamm: Umweltaktivisten fordern Stopp für neue Gaskraftwerke
Philipp ZimmermannMassiver Protest in Hamm: Umweltaktivisten fordern Stopp für neue Gaskraftwerke
Umweltbündnis protestiert am 30. Mai in Hamm gegen neue Gaskraftwerke
Ein Bündnis aus Umweltorganisationen wird am 30. Mai in Hamm gegen die Pläne für neue gasbetriebene Kraftwerke demonstrieren. Die Kundgebung, organisiert von Gruppen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace und Fridays for Future, richtet sich gegen die Energiepolitik von Ministerin Katharina Reiche (CDU). Die Demonstrant:innen versammeln sich mittags, bevor sie zum Gersteinwerk-Kraftwerk ziehen, um ihren Widerstand zum Ausdruck zu bringen.
Die Protestaktion beginnt um 12 Uhr am 30. Mai, wenn die Teilnehmenden vor dem Gersteinwerk-Kraftwerk die Form eines Windrads bilden. Mit dieser symbolträchtigen Geste wollen sie ihre Unterstützung für erneuerbare Energien statt fossiler Brennstoffe unterstreichen.
Die Kritik an Ministerin Reiche fällt scharf aus. Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, warf ihr vor, als Lobbyistin der fossilen Energiewirtschaft zu agieren. Graichen behauptet, Reiches Politik bremse den Ausbau erneuerbarer Energien aus, während Konzerne wie RWE durch neue Gaskraftwerke profitierten.
Auch Mira Jäger, Energieexpertin bei Greenpeace, verurteilte den Kurs der Ministerin. Jäger argumentiert, dass Reiches Einsatz für Öl- und Gasheizungen sowie Milliardenförderungen für Gaskraftwerke die Energiewende untergraben. Erneuerbare Energien verringerten zudem die Abhängigkeit von autoritären Regimen – als Beispiel verwies sie auf Konflikte wie den Krieg im Iran.
An der Demonstration beteiligen sich zahlreiche Organisationen, darunter Campact und Fridays for Future. Ihre gemeinsame Forderung lautet: ein Abschied von der Gasabhängigkeit hin zu sauberen, nachhaltigen Alternativen.
Die Kundgebung bringt Aktivist:innen aus ganz Deutschland zusammen, um die Energiepolitik der Regierung herauszufordern. Mit Fokus auf Erneuerbare setzen sich die Protestierenden für Maßnahmen ein, die den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren und den Übergang zu grüner Energie beschleunigen. Die Veranstaltung markiert einen weiteren Konflikt zwischen Umweltschützer:innen und Politiker:innen über die energetische Zukunft des Landes.






